Vatertagsgeschenke mit Zeichnung „Für den stärksten Papa der Welt“
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Soziales

Vaterrolle – anders als vor Jahrzehnten

Väter, die mit ihrem Baby im Tragetuch spazieren gehen oder die das Fläschchen geben – Szenen wie diese sind keine Seltenheit. Die Vaterrolle hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, das zeigt eine Befragung des Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS zum Vatertag.

So sind sich 80 Prozent der Befragten einig, dass sich die Vaterrolle seit den 1970er-Jahren „voll und ganz“ bzw. „eher“ verändert habe. Dennoch: Dem Vatertag wird in Österreich nicht die hohe Bedeutung beigemessen wie dem Muttertag.

Haushalt, Kinderbetreuung und Erziehung

Rund ein Viertel der Befragten gab an, dass beide Ehrentage gleichbedeutend seien. Zehn Prozent fanden gar den Vatertag wichtiger. Mehr als die Hälfte räumte aber ein, dass der Muttertag einen höheren Stellenwert besitze, acht Prozent machten keine Angaben. Gefragt in welchen Punkten sich die Rolle des Vaters und Mannes in den vergangenen zehn Jahren vor allem geändert habe, nannten 58 Prozent den Bereich Haushalt, 55 Prozent Kinderbetreuung und 54 Prozent Erziehung.

Auch sportliches Aussehen und beruflicher Ehrgeiz wichtig

IMAS hat die Befragten auch noch gleich das Idealbild eines Mannes anfertigen lassen: Unbedingte Treue (55 Prozent), viel Verständnis für Wünsche und Probleme der Partnerin (52 Prozent), auch sich in Geldangelegenheiten gut auszukennen, war der Hälfte der Befragten wichtig. Rein optisch ist für 43 Prozent ein „sportliches und kräftiges Aussehen“ wichtig. Für 42 Prozent macht auch beruflicher Ehrgeiz attraktiv. Für ein Viertel der Befragten sollte der „Super-Mann“ sich „Sorgen und Ängste nicht anmerken“ lassen und wohl eher cool wirken.

Für die repräsentative Umfrage wurden im April und Mai 1.037 Personen ab 16 Jahre befragt.