Begonnen wurde symbolisch um „fünf nach zwölf“. „Wir streiken, weil wir unsere Zukunft durch die sich anbahnende Klimakatastrophe in Gefahr sehen“, hieß es von Fridays for Future. Die Demonstrantinnen und Demonstranten zogen nach einer Kundgebung im Linzer Donaupark über eine weitgehend den Freitagnachmittagsverkehr vermeidende Route über die Eisenbahnbrücke nach Urfahr und dann über die Nibelungenbrücke zum Hauptplatz, wo eine Abschlusskundgebung stattfand. Umwelt- und Klimaschützer waren vereint: Sie traten unter anderem gegen Atomkraft und für eine Verkehrswende ein. Gefordert wurde auch „Raus aus der fossilien Energie“.
„The climate is changing, why aren’t we?“
Auf den Plakaten der Linzer Demonstranten waren unter anderem die Slogans „The climate is changing, why aren’t we?“, „We can’t breathe money, we can’t drink oil“ oder regionale Themen wie „Linz braucht eine zweite Schienenachse“ zu lesen. Zum Abschluss hieß es noch „Wir waren hier, wir waren laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, bevor nach rund zweieinhalb Stunden der Nachmittag zu Livemusik am Hauptplatz ausklang.
Aktivisten forderten Embargo von russischem Öl
Neben dem Klimaschutz war am Freitag auch der Krieg in der Ukraine Thema bei den Demonstrationen: Die Aktivisten sprachen sich für ein Embargo – also einen Importstopp – von russischem Öl und Gas aus. Die Abhängigkeit von Putins fossilen Energieträgern müsse heute enden, hieß es.

Grüne-Kritik: Verzögerung bei Energiewende
Die Energiesprecherin der Grünen Ulrike Schwarz fordert dazu auf, den jungen Leuten, die am Freitag weltweit auf die Straße gehen, genau zuzuhören: „Und wir sollten, nein wir müssen danach handeln. Raus aus Gas und Öl, raus aus den fossilen Energien, die uns an kriegstreiberische und despotische Regime binden und gleichzeitig den Planeten kaputtmachen. Rein in die Erneuerbaren Energien, in Sonne, Wasser und Wind."
Schwarz kritisiert, dass die Landesverantwortlichen in OÖ diese Rufe maximal mit einem Ohr hören. Sie verweist auf den Landtagsausschuss am Donnerstag. Dabei sei der Antrag der Grünen besprochen worden, die Energiewende massiv zu beschleunigen. Schwarz spricht dabei von „bremsen, verzögern, relativieren“. "Wir haben konkrete Werkzeuge präsentiert, wie wir die träge Energiewende in Oberösterreich endlich auf Touren bekommen und merkbar beschleunigen. Aber Schwarz-Blau lässt diese Werkzeuge lieber weiter im Schrank, als sie zu nutzen“, so Schwarz in einer Aussendung am Freitag.
Autokorso von Impfgegner nicht erlaubt
Die Polizei hatte einen für Freitagnachmittag angemeldeten Autokorso von Impfgegnern durch Linz nicht bewilligt. Grund der Untersagung war laut Polizeisprecher David Furtner, dass zur selben Zeit eine bereits genehmigte Groß-Kundgebung der Klima-Aktivisten Fridays For Future in der oö. Landeshauptstadt stattfindet mehr unter Nein zu Autokorso durch Linz (ooe.ORF.at)