Illustration zum Thema Impfung mit Spritze und Impfstoff
QuickHoney/ORF.at
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Die wichtigsten Infos zur Impfung in OÖ

Die Impfungen zum Schutz vor Covid-19 haben in Oberösterreich begonnen. Hier finden Sie einen Überblick über den Zeitplan und die Anmeldemöglichkeiten für die Impfung, sowie die Orte an denen Impfungen durchgeführt werden.

Die Impfungen sind freiwillig und kostenlos!

Täglich werden neue Informationen bekannt, wann und wo die Impfungen in Oberösterreich durchgeführt werden und wie man an eine Impfung kommt. Auf dieser Seite werden wir ständig die aktuellsten Informationen zu diesem Thema sammeln und für Sie aufbereiten. Grundsätzlich gilt, dass der Zeitplan von der Verfügbarkeit der Impfstoffe abhängt und davon, wie viele Menschen sich impfen lassen.

Der Zeitplan: Wer wird wann geimpft?

  • Seit der ersten Märzwoche haben vorrangig Personen über 80 Jahre einen Impftermin bekommen. Auch das Gesundheitspersonal soll laut Krisenstab des Landes noch im März durchgeimpft sein.
  • Ab 9. März wurde begonnen, die sogenannten Hochrisikopatienten bzw. enge Angehörige zu impfen. In diese Gruppe fallen laut nationalem Impfgremium u.a. Menschen mit Trisomie 21, Demenz, Herz- und Lungenschäden, Krebs- und Dialysepatienten oder Leute mit schwerer Adipositas. Sie alle zu impfen, dürfte laut einer aktuellen Schätzung des Landes bis mindestens Mitte Mai dauern, denn nach wie vor mangelt es an Impfstoff. Damit beginnt auch die zweite Phase des Impfplans.
  • Die zweite Phase des Impfplans der Bundesregierung ist charakterisiert durch eine in Bezug auf Menge und Logistik bessere Verfügbarkeit von Impfstoffen, insbesondere auch von AstraZeneca, wobei aber ein Ressourcenengpass im Bereich der Impfstellen auftreten kann. In dieser Phase starten die Impfungen im niedergelassenen Bereich und lokalen Impfstellen. Die Priorisierung erfolgt nach Alter und gesundheitlichen Risiken, beginnend mit der Gruppe der älteren Personen und Personen mit hohen gesundheitlichen Risiken sowie Ansteckungsrisiko. Geimpft werden auch Personen im Alter von 65–79 Jahren, abgestuft nach Alter und gesundheitlichen Risiken sowie Personen unter 65 Jahren mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko gemäß der Risikogruppe-Verordnung sowie im Falle einer ausreichenden Verfügbarkeit in der Altersgruppe unter 65 Jahren Personen mit erhöhtem Risiko nach Priorisierung des Nationalen Impfgremiums bzw. deren engste Kontaktpersonen.
  • Hier kommen auch Personen in 24-Stunden-Betreuung und deren Betreuungspersonen an die Reihe sowie enge Kontaktpersonen von Schwangeren, Personal im Gesundheitsbereich der Kategorie III und IV und Personal in Schulen, Kindergärten, Kinderkrippen. Auch ausgewählte Beschäftigte mit direktem Personenkontakt und erhöhtem Ansteckungsrisiko in Polizei, Strafvollzug, Bundesheer kommen in Phase zwei dran.

Nach den Diskussionen um den Impfstoff von AstraZeneca und den erneut bekannt gewordenen Lieferschwierigkeiten, wurden am 18. März vom Krisenstab Verschiebungen in der Reihung der einzelnen Impfgruppen angekündigt. Oberösterreich halte sich beim neuen Impfplan auch an die Empfehlung des nationalen Impfgremiums, der seit 15. März gilt, hieß es.

  • In der dritten und letzten Phase sollte der Impfstoff großflächig verfügbar sein. Dann kann eine breite Impfung der Bevölkerung begonnen werden.

Wie kann man sich zur Impfung anmelden?

Im Internet ist die Anmeldung für alle Personen über 16 Jahre auf der vom Land OÖ eingerichteten Website Oberösterreich impft möglich. Man erhält dann eine E-Mail oder SMS, wann die nächste Impfmöglichkeit besteht und wann welche Gruppen zur Impfung vorgesehen sind.

Wichtig ist, sich für den Bezirk anzumelden, in dem man auch seinen Wohnsitz hat. Das Land Oberösterreich weist darauf hin, dass bei der Angabe unrichtiger Daten keine Impfung erfolgen kann!

Erforderliche Daten bei Anmeldung:

  • Name
  • Anschrift
  • Geburtsdatum
  • Mailadresse/Telefonnummer
  • Sozialversicherungsnummer

Erforderliche Daten bei Impfung:

  • Lichtbildausweis Reisepass/Führerschein)
  • E-Card oder Sozialversicherungsnummer
  • Impfpass
  • Ggf. Liste mit Vorerkrankungen, Allergien (Allergiepass), Einnahme von Medikamenten mitnehmen

Wo wird geimpft?

Solange die Impfung bei den Hausärzten noch nicht möglich ist, hat das Land Oberösterreich in jedem Bezirk einen Impf-Standort eingerichtet.

Die Impf-Standorte in Oberösterreich

Linz Neues Rathaus
Wels Stadthalle Wels
Steyr Amtsgebäude Reithoffer/Festsaal
Bezirk Braunau BH Braunau
Bezirk Eferding ÖGK Eferding
Bezirk Freistadt BH Freistadt
Bezirk Gmunden Kongresshaus Toscana Gmunden
Kongresshaus Bad Ischl
Bezirk Grieskirchen ÖGK Grieskirchen
Bezirk Kirchdorf BH Kirchdorf
Bezirk Linz-Land BH Linz-Land
Bezirk Perg Bezirkssporthalle Perg
Bezirk Ried ÖGK Ried
Bezirk Rohrbach BH Rohrbach
Bezirk Schärding Einkaufszentrum St. Florian
Bezirk Steyr-Land BH Steyr-Land
Bezirk Urfahr-Umgebung BH Urfahr-Umgebung
Bezirk Vöcklabruck Festsaal des Salzkammergut-Klinikums Vöcklabruck
Bezirk Wels-Land Gesundheitszentrum Wels (Klinikum Wels-Grieskirchen)

Bei allen Impfterminen ist darüber hinaus auch entscheidend, welche Altersgruppen geimpft werden sollen: Der Biontech/Pfizer-Impfstoff ist für Menschen ab 16 Jahren vorgesehen. Der von Moderna ist ab 18 Jahren gedacht. Das Präparat von AstraZeneca wurde von der Europäischen Arzneimittelbehörde am 29. Jänner für Menschen ab 18 Jahre zugelassen – die in Österreich vorerst getroffene Einschränkung für Ältere wurde am 5.3.21 aufgehoben – die Sicherheit des Serums am 18. März von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) bestätigt.

Werden Covid-19-Erkrankte auch geimpft?

Das Nationale Impfgremium empfiehlt die Impfung auch für bereits von Covid-19 genesene Menschen. Solange es aber eine Impfstoffknappheit gibt, können jene Menschen, die innerhalb der vergangenen sechs Monate eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, nur nachgereiht werden.

(Noch) keine Impfung für Schwangere

Schwangere sollen derzeit nicht geimpft werden. Wegen des Zeitdrucks waren Auswirkungen auf diese Personengruppe nicht Teil der klinischen Tests vor der Zulassung. Das wird von den Pharmaunternehmen aber nachgeholt. Empfohlen wird genau deshalb aber, dass Personen im nahen Umfeld Schwangerer sich impfen lassen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

Was passiert mit dem Impfstoff der „übrigbleibt“?

Der vorhandene Impfstoff wird vollständig verbraucht, weil er nicht lagerfähig ist. Daher kann vorkommen, dass einzelne Impfdosen an Personen verabreicht werden, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht für die Impfung vorgesehen wären – zum Beispiel an enge Angehörige von Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen.

Für allgemeine Fragen zur Impfung steht auch die Info-Hotline des Sozialministeriums und der AGES unter der Telefonnummer 0800 555 621 sieben Tage in der Woche, von 0 bis 24 Uhr, zur Verfügung.