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Chronik

Kletterer vom Blitz getroffen

Im Amon-Klettersteig oberhalb des Großen Gosaugletschers im Dachsteinmassiv sind zwei Bergsteiger von einem Blitz getroffen worden. Beide erlitten zwar laut Polizei keine Verletzungen, wurden aber nach dem Gewitter von einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Die beiden Hobbysportler aus Deutschland wollten eine dreitägige Hüttentour auf dem Dachsteinmassiv machen. Freitagfrüh ging es in der Steiermark in Ramsau am Dachstein los – das Tagesziel war die unterhalb des Hallstätter-Gletschers gelegene Simonyhütte. Der 35- und der 36-Jährige stiegen bis zur 2.720 Meter hoch gelegenen Simonyscharte auf, von der sie dann über den Amon-Klettersteig zum Hohen Kreuz wollten. Von dort hätte die Tour zur Hütte weitergehen sollen.

Direkt am Helm eingeschlagen

Bei dichten Wolken stiegen die beiden gegen 15.00 Uhr in den Amon-Klettersteig ein, von einem Gewitter sei zu diesem Zeitpunkt nichts zu erkennen gewesen. Etwa eine Stunde später wurde der vorankletternde 35-Jährige von einem Blitz direkt am Helm getroffen. Er habe gefühlt, wie der Stromschlag durch seinen Oberkörper zuckte, so der Deutsche. Über das Stahlseil wurde der Stromschlag zu seinem 15 Meter weiter unten kletternden Bergkameraden weitergeleitet.

Hinter Felsen gekauert

Die beiden waren zwar geschockt, konnten aber keine körperlichen Verletzungen an sich feststellen. Weil das Gewitter immer heftiger wurde, seilten sie sich etwa zehn Meter ab und kauerten sich hinter einen Felsen. Von dort riefen sie die Bergrettung.

Mit Hubschrauber ins Krankenhaus

Die Bergrettung Ramsau war am Freitag am Dachstein zwar in Bereitschaft wartete aber ab, bis sich die Wettersituation verbesserte. Gegen 18 Uhr konnten schließlich Hubschrauber aufsteigen und ein Notarzthubschrauber holte sofort die beiden Deutschen aus dem Klettersteig. Beide wurden sicherheitshalber in das Krankenhaus nach Schladming gebracht.