Neue Gemeinde: St. Stefan-Afiesl

Die kleine Mühlviertler Gemeinde Afiesl (Bezirk Rohrbach) wird geteilt, das ist am Dienstagabend in der Gemeinderatssitzung beschlossen worden. Der Großteil von Afiesl kommt zur Gemeinde St. Stefan am Walde, ein kleiner Teil zu Helfenberg.

Laut Josef Eisschiel, dem Vizebürgermeister von Afiesl (ÖVP), sei nun alles fix. Das heiße, die Gebietsabtretung werde bis Ende des Jahres über die Bühne gehen: „Und, mit der Fusion werden wir uns dann ab 1. Jänner 2019 intensiv befassen, beziehungsweise wird sie ab 1. Jänner von einem Kommissär geleitet und über die Bühne gebracht werden.“

Fusionierungsvorhaben sorgte für Wirbel

Die kleine Mühlviertler Gemeinde Afiesl war in den vergangenen Tagen in die Schlagzeilen geraten. Das lag an dem Fusionierungsvorhaben der etwa 400 Einwohner zählenden Gemeinde. Das Gemeindegebiet sollte geteilt werden. Der Großteil sollte an St. Stefan gehen, ein kleiner Teil an Helfenberg - so wie es jetzt auch kommt. Ein Bürgerforum wollte aber, dass mehrere Ortsteile an Helfenberg abgetreten werden sollen. Sogar Landesrat Max Hiegelsberger hatte sich eingeschaltet.

Fusionierung „planmäßig beschlossen“

Am Dienstagabend sei nun die Fusionierung aber planmäßig in der Gemeinderatssitzung beschlossen worden, erklärt Vizebürgermeister Josef Eisschiel gegenüber dem ORF Oberösterreich. Vom Bürgerforum, das mehrere Ortsteile an Helfenberg abtreten wollte, sei niemand anwesend gewesen, so Vizebürgermeister Josef Eisschiel: „Die Leute vom Bürgerforum waren gestern nicht anwesend, es waren Bürger diverser Orte anwesend. Die Gemeinderatssitzung ist ganz ruhig über die Bühne gegangen." Außerdem erinnert der Vizebürgermeister daran, dass es Anfang des Jahres Unterschriftenlisten gab, die bis Ende Jänner vorgelegt worden waren (für die Abtretung mehrerer Ortsteile an Helfenberg, Anm. d. Red.) Dabei habe ein kleiner Teil unterschrieben, „ein Drittel der Bürger von Neuschlag und nicht ganz die Hälfte der Bürger von Köckendorf“.

Neue Gemeinde „St. Stefan-Afiesl“

Auf die Frage, ob es Wehmut gebe, wenn man in Zukunft „kein Afiesl“ mehr sei, meinte Eisschiel: „Wir sind Afiesl, wir bleiben Afiesl. Das Schöne ist einfach, dass die neue Gemeinde St. Stefan-Afiesl heißen wird.

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