Neue Strategie für Tourismus

Am Mittwoch ist in Linz eine neue Strategie für den Tourismus in OÖ präsentiert worden. So sollen die derzeit über 100 Tourismusverbände in zwei Jahren auf rund 20 reduziert werden und im Tourismus selbst neue inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden, hieß es.

Vorgestellt wurde die neue Strategie vor fast 300 Tourismusexperten in der voestalpine Stahlwelt in Linz. Sie ist mit jährlich gut 70.000 Besuchern selbst bereits ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt. Ein weiterer entsteht derzeit um 35 Millionen Euro bei KTM in Mattighofen, sagte KTM-Motorradchef Stefan Pierer. Kinder und Jugendliche und Familien sollen ein Wochenendprogramm vorfinden – und Pierer spricht von 80.000 „und das ist gleich die Botschaft, wenn hier Vertreter sind aus meinem Viertel: Bitte Hotelinfrastruktur“.

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Sommertourismus

Landestypisches im Vordergrund

Die internationalen Kontakte und das touristische Potential von Firmen nutzen ist nur ein Ansatz der Tourismusstrategie für die nächsten Jahre. Im Vordergrund stehen weiter die wunderbaren Naturlandschaften, die vielfältigen Freizeit, Sport und Kultur Angebote sowie die landestypische kulinarischen Angebote, die verstärkt ins Bewusstsein der Urlauber gebracht werden sollen, so Robert Seeber, der Vorsitzende des Landes-Tourismusrates: „Es nützt mir nichts, wenn ich wie im Baskenland Riesengambas anbiete – wir können uns was abschauen, aber unsere Stärke und Produkte müssen wir im Verbund gemeinsam auf den Markt und an den Mann bringen“.

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Fast 300 Gäste in der voestalpine Stahlwelt

Mehr Werbung im Internet

Neben der klassischen Werbung soll das Internet in vielfältigsten Formen immer mehr genutzt werden. Doch eines ist klar, meinte Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer der Oberösterreich Tourismus Gesellschaft. „Die Erlebnisse mit Gastgeber, Natur und Kultur müssen wir vorher gut abdecken und dann können wir digital kommunizieren.“

Der Umstellungsprozess sei bereits im Laufen. Schon zuletzt konnte die Wertschöpfung des Tourismus in Oberösterreich auf etwas mehr als sechs Milliarden Euro gesteigert werden, so Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (ÖVP). Aber das solle mehr werden „wir wollen die sieben Milliardengrenze knacken“. Und diese Strategie sei der Weg dahin – die Wertschöpfung soll bis zum Jahr 2022 um 15 Prozent gesteigert.

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