Zwei Burschen wegen Raubes vor Gericht

Am Landesgericht Steyr müssen sich am Dienstag zwei jugendliche Burschen wegen schweren Raubes und schwerer Nötigung verantworten. Sie sollen einen 13-Jährigen ausgeraubt und erniedrigt haben.

Die Erniedrigungen gingen sogar soweit, dass der 13-Jährige den beiden Angeklagten schließlich die Hand küssen musste. Passiert ist der Vorfall, der jetzt vor Gericht verhandelt wird, am 25. Dezember des Vorjahres bei einer Tankstelle in Steyr.

Mit Pistole bedroht und bestohlen

Zwei Jugendliche, ein 17-jähriger Schüler aus Syrien, der seit 2015 in Österreich ist, sowie ein 18-jähriger Lehrling mit kosovarischen Wurzeln, sollen einen 13-jährigen Österreicher bedroht und gedemütigt haben. Sie hielten ihm laut Anklage eine Pistole an die Schläfe und ein Klappmesser an die Kehle und raubten ihn dann aus. Ihre Beute betrug 47 Euro.

Erniedrigung durch Handkuss

Damit der 13-Jährige nichts von dem Vorfall erzählte, schüchterten die zwei ihn ein, indem sie ihm drohten, ihn in die Enns zu werfen, sollte er zur Polizei gehen. Um ihn zusätzlich zu erniedrigen und zu demütigen musste er den beiden Älteren schließlich die Hand küssen, ehe er gehen durfte. Die beiden Angeklagten, Bekannte des 13-Jährigen, müssen sich nun wegen schweren Raubes und schwerer Nötigung vor dem Landesgericht Steyr verantworten.

Ein Motiv für ihre Tat konnten sie bisher nicht nennen. Den beiden Angeklagten (der 18-Jährige soll bereits vorbestraft sein) drohen im Fall einer Verurteilung bis zu 7,5 Jahre Haft.

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