Linz: Weniger Zuzug - gut für die Stadt

Zum ersten Mal seit Jahren sind 2017 weniger Menschen nach Linz gezogen. Die Zahl der Bürger stieg nur um ein knappes Prozent, so die von der Stadt präsentierten Zahlen am Sonntag. Das sei gut, weil so der Druck für nötige Infrastruktur sinke.

205.921 Einwohner wurden mit Jahresbeginn in der Landeshauptstadt gezählt - knapp 2.000 mehr als Anfang 2017. Finanziell ist der Zuzug für die Stadt Linz zunächst positiv, denn damit steigen auch die Ertragsanteile aus dem Finanzausgleich. Doch der starke Zuzug der vergangenen Jahre habe die Stadt auch vor Probleme gestellt, so Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) in der Medienaussendung.

„Infrastruktur muss mitwachsen“

Denn mit der Bevölkerung muss auch die städtische Infrastruktur mitwachsen. Das mache nicht nur mehr leistbare Wohnungen nötig, sondern auch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, der Kinderbetreuung und der Freizeiteinrichtungen. Und das koste viel Geld.

Jetzt, wo der Zuzug nachlässt, müsse zwar weiter in zusätzliche Infrastruktur investiert werden, doch nicht mehr in so hohem Tempo, so Luger. Das sei gut für Linz, da es den Druck bei den erforderlichen Stadtentwicklungsprojekten senke. Den stärksten Zuzug hatte die Landeshauptstadt in den Jahren 2014 bis 2016 zu verzeichnen. Auch bedingt durch die Flüchtlingskrise kamen jährlich mehr als 3.000 Menschen hinzu. Der Zuzug von Nichtösterreich sei jetzt kontinuierlich rückläufig.

Was übrigens anhält, ist der Linzer Babyboom. 2.213 neue Linzerinnen und Linzer erblickten im vergangenen Jahr das Licht der Welt - nur um ein Baby weniger als im geburtenstarken Jahr 2016.

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