Elternabende wegen Nachmittagsbetreuung

Je näher die Einführung der Elternbeiträge für die Kindergarten-Nachmittagsbetreuung rückt, umso lauter werden besorgte Stimmen: von Seiten einiger Gemeinden, berufstätiger Eltern und Kindergartenpädagoginnen, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten können.

Wie und ob sich die Elternbeiträge auswirken, darüber gebe es momentan noch keine Zahlen, erst eine Auswertung im Sommer werde Klarheit bringen, heißt es aus dem Büro der zuständigen Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP).

43 Prozent nützen Nachmittagsbetreuung

In den Kindergärten in Oberösterreich finden oder fanden dieser Tage Informationsabende zu den Elternbeiträgen für die Nachmittagsbetreuung statt. Rund 14.000 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren nützen zumindest einmal in der Woche das Nachmittagsangebot, das sind 43 Prozent. 723 Kindergärten gibt es in Oberösterreich. Die meisten, nämlich 91 Prozent, haben zwischen vier und fünf Nachmittage pro Woche geöffnet.

„Äußerst knapper Zeitplan“

Mitte Jänner wurden die Elternbeiträge von der Landesregierung beschlossen, ab Februar gelten sie. Ein äußerst knapper Zeitplan, den mehrere Bürgermeister kritisieren, darunter auch Peter Groiß, Bürgermeister von Attnang-Puchheim, der sich von der Vorgangsweise des Landes zutiefst enttäuscht zeigt. Ob durch die Beiträge Gruppen nicht zustande kommen oder sogar Arbeitsplätze verloren gehen, das lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

Beitragsmodell wird im Sommer ausgewertet

Dazu meint die zuständige Landesrätin Christine Haberlander: „Ich kenne die Sorgen und Bedenken der Eltern und der Träger. Ich haben sie mir angehört und nehme sie ernst.“ Haberlander geht davon aus, dass die Gemeinden ein passendes Angebot zur Verfügung stellen werden. Von Seiten des Landes werde das Beitragsmodell bereits im Sommer ausgewertet - also was Veränderungen betrifft - dazu werden dann auch die Daten aus den Gemeinden erhoben, so die Landesrätin.

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