AMS: Solider Rückgang der Arbeitslosigkeit

Beim Arbeitsmarktservice (AMS) spricht man angesichts der Zahlen des vergangenen Dezembers von einem konstanten Beschäftigungswachstum und einem soliden Rückgang der Arbeitslosigkeit.

644.000 Menschen waren im Dezember beim AMS im Oberösterreich als beschäftigt gemeldet, im Dezember 2016 waren es noch 13.000 weniger. Gleichzeitig ist auch Zahl der Arbeitslosen um fast 4.000 gesunken. Daraus ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent - die zwar über dem Wert des Novembers aber deutlich unter den Zahlen des Vorjahres liegt.

Mehr Jobs auch für Über-50-Jährige

Die Arbeitslosigkeit ist besonders bei den Unter-25-Jährigen um mehr als 17 Prozent gesunken, aber auch bei den Über-50-Jährigen hat sich der Trend des Vormonats bestätigt. Ältere Arbeitnehmer finden offenbar etwas leichter einen Job als in den Jahren davor.

Mehr als 17.000 Arbeitsplätze hätte man beim AMS im Dezember besetzen können, auch diese Zahl ist deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für den Landesgeschäftsführer des AMS, Gerhard Straßer, zeigt sich anhand dieser Zahlen, dass die heimische Konjunktur jetzt voll durchstartet.

Export stark angestiegen

Das zeigt sich auch an aktuellen Daten, die am Dienstag von der Statistik Austria veröffentlicht wurden. Demnach ist der Export im ersten Halbjahr 2017 in allen Bundesländern angestiegen, am stärksten in Wien und Oberösterreich. Den höchsten Überschuss verbuchte Oberösterreich mit 4,29 Milliarden Euro.

Niedrigste Quote in Salzburg

Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt Oberösterreich nicht mehr an der Spitze, allerdings auf dem durchaus ehrenvollen zweiten Platz. Nur in Salzburg ist die Arbeitslosenquote niedriger. Die Schlusslichter in Sachen Arbeitslosigkeit sind wie schon in den vergangenen Monaten Kärnten und Wien.

Ende von Beschäftigungsprogrammen

Für Aufregung am Arbeitsmarkt sorgt der Stopp der „Aktion 20.000“ und des Beschäftigungsbonus, der am Montag von der neuen ÖVP-FPÖ-Regierung bekanntgegeben wurde. Laut AMS Oberösterreich ist im Dezember auch aufgrund dieser Maßnahmen die Arbeitslosigkeit bei den Über-50-jährigen gesunken. Da die Wirtschaft aber derzeit ohnehin anziehe, könnten viele Arbeitslose auch ohne der Aktion vermittelt werden, heißt es.

SPÖ fürchtet Auswirkungen der „Retro-Politik“

Wenig überraschend sieht man das bei der SPÖ ganz anders. Die Landesvorsitzende Birgit Gerstorfer, die selbt AMS-Chefin in Oberösterreich war, warnt davor, dass der positive Trend am Arbeitsmarkt bald zurückgehen werde: „Ich befürchte, dass sich die eiskalte Retro-Politik von Kurz und Strache, die ja auch Landeshauptmann Stelzer voll mitträgt, negativ auf die Arbeitsplätze auswirken wird.“

Grüne kritisieren Abschaffung

Für die Grüne Arbeitsmarktsprecherin Ulrike Schwarz ist das Abschaffen der „Aktion 20.000“ unverantwortlich und grob fahrlässig, denn die Arbeitsmarktdaten belegten einmal mehr, dass Langzeitarbeitslose und Arbeitslose ab 50 Jahre massive Probleme beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt haben.

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