Hitlerhaus: Eigentümerin könnte enteignet werden

Seit Jahrzehnten wird hin und her überlegt, was mit dem Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau passieren soll. Nach einem Bericht des „Kurier“ könnte die Eigentümern nun gar enteignet werden, sollte sie nicht endlich verkaufen.

Seit 43 Jahren mietet das Innenministerium das Haus nahe des Braunauer Stadtplatzes, in dem Adolf Hitler 1889 geboren wurde. Man wolle damit verhindern, dass es ansonsten zu einer Pilgerstätte für Neonazis werde. Seit mehr als vier Jahren steht das Haus aber leer.

Innenministerium setzt Eigentümerin unter Druck

Einer neuen Nutzung müsste die Eigentümerin zustimmen. Als zuletzt geplant war, Volkshochschule und Volkshilfe unterzubringen, hat sie das aber verweigert. Nun hat das Innenministerium, welches derzeit die fast 4.800 Euro Miete zahlt, der Frau ein Kaufangebot gemacht.

Hitler-Geburtshaus
ORF
Um das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau wird wieder gestritten.

Zugleich hat das Ministerium auch die Gangart verschärft: Sollte die Frau nicht verkaufen, könnte sie enteignet werden. Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck bestätigt, dass man unter anderem den Verfassungsdienst beauftragt habe, eine Enteignung zu überprüfen - auch, wenn das das letzte Mittel sei.

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