„Premiere“: Literatur aus Oberösterreich

Wie sehr Literaturinteressierte derzeit aus dem Vollen schöpfen können, zeigt die Sendung „Premiere“ am Samstag: Aus gleich vier aktuellen Büchern oberösterreichischer Autorinnen gibt es Kostproben zum Anhören und zum Abtauchen in phantastische Lesewelten.

Vier bekannte Namen der heimischen Literaturszene haben ihre neuen Werke veröffentlicht. Elisabeth Schmidauer, Judith Gruber-Rizy, Heide Stockinger und Dorothea Macheiner behandeln in ihren Büchern ebenso tiefgehende wie ansprechende Themen – allesamt Lesestoff zum Mitfühlen, Staunen, Entdecken und Nachlesen.

Bücher und Aussteller bei Buchmesse

APA/Georg Hochmuth

„Am dunklen Fluss“

Elisabeth Schmidauer legt nach ihrem erfolgreichen Roman „Das Grün in Doras Augen“ binnen kurzer Zeit ein weiteres Buch vor, das eine sehr spezielle Form von Beziehung aufarbeitet. „Am dunklen Fluss“ nennt sie die Geschichte um Billie und Paul, ein Geschwisterpaar, das sich über das übliche Maß hinaus verbunden ist. Es ist ein Schicksal, das die beiden von Kindesbeinen an prägt und in das auch viele Menschen aus dem Lebensumfeld unentrinnbar eingebunden sind.

Sendungshinweis

„Premiere“, 29.10.16

„Der Mann im Goldrahmen“

Eine Beziehung zwischen einer reifen Frau und einem jüngeren Mann stellt Judith Gruber-Rizy in ihrem Buch „Der Mann im Goldrahmen“ dar. Eine Fotografin reflektiert jene Jahre ihres Lebens, in denen sie versucht hat, eine Liebesbeziehung zwischen Verbundenheit und Distanz zu führen. Ein stiller Rückzugsort auf dem Land wird zu ihrem sicheren Hort, von dem aus sie die Geschehnisse noch einmal Revue passieren lässt.

„Moni, das Auge der Kamera“

Auf eine Reise nach Japan entsendet Heide Stockinger die Leserschaft ihrer Erzählung „Moni, das Auge der Kamera“. Die Geschichte um Moni, die nach einer Japan-Reise nicht zu ihrem Ehemann zurückkehrt, ist mit Filmszenen durchsetzt. Damit werden Monis Erlebnisse in Japan – wie das Feiern einer traditionellen Badezeremonie - äußerst plastisch und hautnah spürbar.

„Bei gleichzeitigem Verschwinden“

Ihrer Leidenschaft rund um die Mystik fremder Kulturen geht Dorothea Macheiner auch in ihrem jüngsten Essayband „Bei gleichzeitigem Verschwinden“ nach. Die Autorin spürt der Herkunft einer geheimnisvollen und magischen Skulptur nach, die sie die „Sterndeuterin“ nennt. Ein weiterer Teil des Buches widmet sich dem Salzburger Geschwisterpaar Georg und Grete Trakl.

Literaturhinweise zur Sendung:

  • Judith Gruber-Rizy: Der Mann im Goldrahmen (Verlag Wortreich)
  • Elisabeth Schmidauer: Am dunklen Fluss (Picus Verlag)
  • Heide Stockinger: Moni, das Auge der Kamera. Erzählung (Verlag Bibliothek der Provinz)
  • Dorothea Macheiner: Bei gleichzeitigem Verschwinden. Zwei ineinander verschlungene Essays (Reihe Bybliotheca / Edition Roesner)

„Premiere“ am Samstag, 29. Oktober 2016, ab 19.03 Uhr in ORF Radio Oberösterreich