ORF-Friedenslicht für 1.000 Pfadfinder

An die 1.000 Pfadfinder aus 20 europäischen Ländern, aus den USA und erstmals aus Bolivien haben am dritten Advent-Wochenende bei einer ökumenischen Feier in der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche in Wien das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem übernommen.

Sie nahmen teilweise große Strapazen auf sich, um das Friedenslicht in Österreich zu holen und es als Weihnachtsbrauch des ORF Oberösterreich in ihren Heimatländern zu verteilen.

Pfadfinder Friedenslicht

Karl Grohmann/PPÖ

Auch Delegation aus der Ukraine anwesend

Das Friedenslichtkind Tizian Ronacher aus Linz entzündete mit dem ORF-Friedenslicht aus Bethlehem die Kerze in der großen Pfadfinder-Laterne und gab es an die Delegationen weiter, an Pfadfinder unter anderem aus Belgien, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Kroatien, Ungarn, Rumänien und aus der Tschechischen Republik. Die größte Gruppe kam aus Deutschland, wo das Friedenslicht in mehreren Bundesländern flächendeckend verteilt wird.

Besonders bewegend war die Feier heuer für eine Delegation aus der von Krieg gezeichneten Ukraine. Die ukrainischen Pfadfinder verbinden das Friedenslicht mit einer großen Sehnsucht. „Hoffentlich ist das Friedenslicht nicht nur ein Symbol, sondern bringt wirklich Frieden in unser Land“, so eine Pfadfinderin aus Kiew.

Pfadfinder Friedenslicht

Karl Grohmann/PPÖ

Friedenslicht in Tschechien sehr populär

Seit 1989 schon sind die Pfadfinder Partner des ORF bei der Friedenslichtaktion. Begonnen hat ihr Engagement in Österreich und in den Nachbarländern. Das Friedenslicht ist zum Beispiel in der Tschechischen Republik ungemein populär. „Alle mögen diesen Brauch, alle wollen das Friedenslicht. Leider haben wir zu wenig Leute, dass wir es in der Tschechischen Republik überall hinbringen können“, erzählte ein Pfadfinder aus Brünn. Der Botschafter der Republik Tschechien in Österreich, Jan Sechter, erinnerte sich, „dass das Friedenslicht erstmals 1989 kam, damals als die Grenze geöffnet wurde. Das war ein kleiner Schritt in unsere sanfte Revolution.“

Die ökumenische Friedenslichtfeier zelebrierten höchste Repräsentanten mehrerer christlicher Konfessionen. Leider sei alles nicht so einfach, wie es in der Schöpfung vorgesehen ist, heißt es in der Predigt. Es gäbe Kriege, sexuellen Missbrauch, und es fehle an Nächstenliebe für Fremde.

Pfadfinder Friedenslicht

Karl Grohmann/PPÖ

„Friedenslicht schweißt zusammen“

Für die internationale Pfadfinder-Bewegung unterstreicht das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte in Bethlehem den Einsatz der Jugendlichen auf der ganzen Welt für den Frieden. Dominik Habsburg-Lothringen, der neue Vizepräsidenten der Österreichischen Pfadfinder fand es berührend, „wie das Friedenslicht so viele Nationen zusammenschweißt. Das sind schon besondere Momente.“

Die Feierstunde der Pfadfinder in Wien ist alle Jahre eine wichtige Station des Friedenslichtes auf dem Weg von der Geburtsgrotte in Bethlehem zu Millionen von Menschen, bei denen es am Heiligen Abend leuchtet.

TV-Sondersendung am 18. Dezember

Der ORF Oberösterreich berichtet über die Friedenslichtfeier der Pfadfinder in ORF 2 am Donnerstag, 18. Dezember, ab 16.00 Uhr in der Sondersendung „Der Weg zu den Herzen - Feierstunde mit dem Friedenslicht“ und am Heiligen Abend, 24. Dezember“ zwischen 17.00 und 18.00 Uhr in „Licht ins Dunkel“.

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