Erfolglose Suche nach Snowboarder

Auf dem Kasberg wird weiter ein 22-jähriger Snowboarder vermisst. Er war am Dienstag nicht nach Hause gekommen. Trotz großangelegter Suchaktion konnte er bis jetzt nicht gefunden werden. Donnerstagabend wurde die Suche beendet.

Die Wahrscheinlichkeit, den 22-Jährigen lebend zu finden, sei wegen der niedrigen Temperaturen äußerst gering, sagt die Bergrettung. Trotzdem haben sich auch am Donnerstag mehr als 70 Personen an der Suchaktion beteiligt, sagte Dietmar Auinger von der Bergrettung Grünau. Donnerstagabend wurde die Suchaktion beendet. Ob und wann weitergesucht wird, werde vom Wetter abhängen, so Einsatzleiter Martin Trautwein.

Vermisster 22-Jähriger

privat

Der vermisste 22-Jährige

Zuletzt auf der Sonnalm gesehen

Der Snowboarder aus Ansfelden (Bezirk Linz-Land) war am Dienstag alleine auf dem Kasberg unterwegs. Zuletzt soll er zu Mittag in der Sonnalm gesehen worden sein. Als er am Abend nicht nach Hause kam, schlugen seine Eltern Alarm. Welche Variantenabfahrt er dann wählte, ist völlig unklar. Das macht die Suche für die Bergretter nun so schwer.

Schneefall erschwerte Suche

Dazu kommt der starke Schneefall in der Nacht auf Mittwoch und auch tagsüber. Die über 70 Bergretter, die im Einsatz waren, hatten mit 50 Zentimeter Neuschnee zu kämpfen. Auch ein Hubschrauber konnte aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse nicht eingesetzt werden. Am Donnerstag um 8.00 Uhr wurde die Suche fortgesetzt. Man müsse die bessere Wetterlage nützen, bevor am Wochenende wieder eine Schlechtwetterfront komme, so Einsatzleiter Martin Trautwein von der Bergrettung Grünau.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Verzweifelte Suche durch Angehörige

Dabei suchten noch einmal etwa 50 Mann in kleinen Gruppen abseits der Pisten nach dem Snowboarder. Auch in Sozialen Netzwerken im Internet wird nach dem jungen Mann verzweifelt gesucht. Die Angehörigen haben ein Foto veröffentlicht und sind für jeden Hinweis dankbar.

Suche nach Snowboarder Bergretter

ORF

Einsatzkräfte warnen vor eigenmächtiger Suche

Donnerstagmittag gab die Bergrettung bekannt, dass offenbar mehrere Freunde des Vermissten auf eigene Faust eine Suchaktion im freien Gelände begonnen haben dürften. Die Bergrettung hat zu den Teilnehmern dieser Suchaktion keinen Kontakt und warnt eindringlich davor, weiterzumachen.

Die Lawinengefahr ist wegen der Neuschneemengen erheblich, zudem zieht Nebel auf, es gibt derzeit kaum mehr als 30 Meter Sicht. Diese private Suchaktion solle unverzüglich abgebrochen werden, die Einsatzkräfte appellieren an Freunde und Bekannte dieser Gruppe, die Teilnehmer anzurufen und zu warnen.

Links: