Missbrauch: Spur zu Polizistengattin

Gegen jenen Linzer Polizisten, der kinderpornografisches Material besessen haben soll, wird auch wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ermittelt. Auch seine Frau sitzt in U-Haft, so die Staatsanwaltschaft.

Das Paar wird verdächtigt, kinderpornografische Darstellungen besessen, hergestellt und auch anderen weitergegeben zu haben. Auch ein Missbrauchsverdacht wird geprüft.

„Womöglich mehrere Kinder betroffen“

Betroffen sein sollen zumindest ein, womöglich mehrere Kinder der beiden, so Gutmayer. Über das Ehepaar wurde am Sonntag wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr Untersuchungshaft verhängt - mehr dazu in Kinderpornobilder: Polizist in U-Haft (ooe.ORF.at).

Kinder zu Verwandten gebracht

Gegen den Linzer Polizisten, bei dem es sich um einen Familienvater handelt, werde darüber hinaus auch noch wegen sittlicher Gefährdung ermittelt, darunter würden etwa unsittliche Berührungen fallen. Seine Kinder wurden bei Verwandten untergebracht. Derzeit kläre das Jugendamt, ob und welche Unterstützung die Kinder benötigen, heißt es aus dem Büro von Soziallandesrat Josef Ackerl (SPÖ).

Betroffenheit in der Polizei

Betroffenheit herrsche in der Polizei, sagte Franz Gegenleitner, stellvertretender Landespolizeikommandant von Oberösterreich:

Speicherkarte mit kinderpornografischen Aufnahmen

Der Fall war ins Rollen gekommen, als jemand eine Speicherkarte mit kinderpornografischen Aufnahmen fand, die der Polizist offenbar verloren hatte - mehr dazu in Kinderpornobilder bei Polizisten entdeckt (ooe.ORF.at). Die Staatsanwaltschaft beauftragte das Landeskriminalamt mit Ermittlungen, bei einer Hausdurchsuchung wurden große Datenmengen sichergestellt.

Seit Donnerstag ist der Beamte vom Dienst suspendiert, am Sonntag wurde über ihn und seine Frau wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr die Untersuchungshaft verhängt.