Strasser: Medienprozess geht weiter

Am Landesgericht Linz geht am Montag der Prozess Ernst Strasser gegen die „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“) in die zweite Runde. Der ehemalige ÖVP-Innenminister und EU-Abgeordnete wirft der Zeitung üble Nachrede und Verletzung der Unschuldsvermutung vor.

Zur Verhandlung sind auch zwei Journalisten der britischen „Sunday Times“ geladen. Sie hatten sich als Lobbyisten ausgegeben und sollen Strasser 100.000 Euro in Aussicht gestellt haben, wenn er für sie Gesetzesänderungen im EU-Parlament einbringe. Das Gespräch wurde heimlich mitgefilmt.

Ernst Strasser

APA/Rubra

Ernst Strasser am Weg in den Gerichtssaal

Am ersten Verhandlungstag im Februar war Strasser ebenfalls anwesend gewesen. Er gab damals zu Protokoll, dass er hinter den falschen Lobbyisten einen „amerikanischen oder englischen Geheimdienst“ vermutet habe - dem wollte er nachgehen. Der Anwalt der Zeitung bezweifelt das, Strasser hätte vor dem Auffliegen der Affäre ausreichend Zeit gehabt, die Polizei einzuschalten. Mehr dazu in Großer Andrang bei Medienprozess (ooe.ORF.at; 6.2.12).

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