Bewerbungen für Glücksspiel-Lizenzen laufen

Beim Land Oberösterreich liegen die Bewerbungen für die drei zu vergebenden Glücksspiel-Lizenzen auf dem Tisch. Insgesamt acht Firmen rittern um zwei Spielsalon-Lizenzen, vier um die Berechtigung zur Einzelaufstellung.

Zwischen acht und 17 Millionen Mehreinnahmen

Im März des heurigen Jahres hat der Landtag das sogenannte kleine Glücksspiel - also das Glücksspiel an Automaten - legalisiert. Künftig darf es 1.173 Spielautomaten in Oberösterreich geben. Zwei Lizenzen werden für die Ausrüstung von Spielsalons vergeben, eine Lizenz für die Aufstellung von einzelnen Automaten.

Spielautomat

APA/Georg Hochmuth

Das Land Oberösterreich erwartet sich von der Legalisierung Mehreinnahmen zwischen acht und 17 Millionen Euro pro Jahr. Zwei Automaten-Hersteller haben bereits öffentlich ihr Interesse an einer Lizenz bekundet: Es handelt sich um die Admiral Casinos und Entertainment AG und die Amatic Industries. Der Merkur Entertainment AG - an der auch Frank Stronach beteiligt ist - und dem Steirer Helmut Polanz wird laut Austria Presse Agentur ebenfalls nachgesagt, Interesse bekundet zu haben.

Sozialisitische Jugend fordert sofortigen Stopp

Während das Lizenzierungsverfahren noch nicht einmal abgeschlossen ist, werden auch schon Stimmen von Kritikern laut. Die Vorsitzende der sozialistischen Jugend Oberösterreichs, Fiona Kaiser, fordert den sofortigen Stopp der Einführung des kleinen Glückspiels. Die Glückspielindustrie dürfe nicht auf Kosten von Spielsüchtigen verdienen, so Kaiser. Man solle sich ein Beispiel an Wien nehmen, wo die Spielautomaten demnächst verboten werden.