TV-Doku: „Hallstatt süß-sauer“

In der Reihe „Österreich-Bild“ wird am 25.11. um 18.25 Uhr im Programm ORF2 die vom ORF Landesstudio Oberösterreich produzierte Sendung „Hallstatt süß-sauer – Der Asiatenboom im UNESCO-Welterbe“ gezeigt.

Sendungshinweis

„Österreich-Bild“, 25.11.18

Bis zu 4.000 Besucher stürmen an einem schönen Sommertag den UNESCO-Weltkulturerbeort Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut. Die meisten von ihnen kommen aus Asien, vor allem aus China. Die Gäste aus dem Reich der Mitte haben den kleinen Ort im Inneren Salzkammergut regelrecht erobert und beflügeln den Fremdenverkehr das ganze Jahr über. Die stark steigende Zahl an Gästen lässt Unternehmer im Salzkammergut investieren und hat bei den Chinesen die Sehnsucht nach ein wenig Hallstatt im eigenen Land geweckt.

Bilder aus der TV-Dokumentation "Hallstatt süß-sauer –  Der Asiatenboom im UNESCO-Welterbe"

ORF / Wolfgang Marecek / Ingrid Fischer - Schreiber

Die Hallstätter haben gelernt, mit den Gästen aus China zu leben. Zu Tausenden strömen sie jeden Tag durch den Ort, ausgestattet mit Handys, Filmkameras und Fotoapparaten. Längst sind diese Tagesgäste ein bedeutender Wirtschaftsfaktor geworden und lassen heimische Unternehmer teils kräftig in den Tourismus investieren. So hat die Hallstättersee-Schifffahrt ein neues Schiff gekauft, gebaut in der Linzer Schiffswerft. Monatelange Planungen waren alleine für den nächtlichen Schwertransport von Linz über den Pass Gschütt nötig, um mit dem Riesengespann das Ziel, den Hallstättersee, zu erreichen.

Bilder aus der TV-Dokumentation "Hallstatt süß-sauer –  Der Asiatenboom im UNESCO-Welterbe"

ORF / Wolfgang Marecek / Ingrid Fischer - Schreiber

Die steigende Zahl von Touristen im oberösterreichischen Original begeistert aber längst nicht alle Bewohner. Sogar eine eigene Bürgerliste hat sich formiert, die sich wieder mehr Ruhe und Beschaulichkeit und weniger China in Hallstatt wünscht. Tausende Kilometer östlich, im Reich der Mitte, ist es genau umgekehrt. Dort hat man eine Kopie von Hallstatt mitten in einer chinesischen Provinz errichtet. Gestalter Wolfgang Marecek hat mit der Kamera drei Jahre nach ihrer Eröffnung diese Hallstatt-Kopie besucht, um zu erfahren, ob sich die Erwartungen der Betreiber des ambitionierten Immobilien-Projekts tatsächlich erfüllt haben.

Bilder aus der TV-Dokumentation "Hallstatt süß-sauer –  Der Asiatenboom im UNESCO-Welterbe"

ORF / Wolfgang Marecek / Ingrid Fischer - Schreiber

Der Hallstatt-Tourismus zielt inzwischen aber nicht nur auf Tagesgäste aus Asien, sondern auch auf Alpinisten: So erhielt der schwierige Seewand-Klettersteig mit dem Echernwand-Klettersteig eine leichtere Alternativroute. Der Weg führt nahe der Seilbahn hinauf zur Rudolfshöhe. Aber auch beim Thema Berge gehen Hallstatt und die Chinesen inzwischen Hand in Hand: Studenten aus China helfen im Sommer dem Alpenverein bei der Sanierung des Lawinenschutzes und bei der Wegesanierung.

Bilder aus der TV-Dokumentation "Hallstatt süß-sauer –  Der Asiatenboom im UNESCO-Welterbe"

ORF / Wolfgang Marecek / Ingrid Fischer - Schreiber

Während der Recherchen zu dieser Dokumentation tauchen dann plötzlich Gerüchte auf. Die Höhere Technische Lehranstalt in Hallstatt mit ihrer berühmten Instrumentenbaufachschule will dem Geheimnis der berühmten Stradivari-Geigen einen entscheidenden Schritt nähergekommen sein!

Bilder aus der TV-Dokumentation "Hallstatt süß-sauer –  Der Asiatenboom im UNESCO-Welterbe"

ORF / Wolfgang Marecek / Ingrid Fischer - Schreiber

Tatsächlich erfahren diese Entdeckungen nach einem ORF-Bericht in „Oberösterreich heute“ ein breites mediales Echo. Seither kommen Schüler und Lehrer aus Hallstatt als gefragte Referenten in die italienische Geigenmetropole Cremona und locken andererseits wieder interessierte Gäste ins Innere Salzkammergut - Gäste aus Europa, aber auch aus dem fernen Osten.

„Hallstatt süß-sauer – Der Asiatenboom im UNESCO-Welterbe“ „Österreich-Bild“ am 25. November 2018 um 18.25 Uhr Uhr in ORF 2.
Eine Produktion des ORF Landesstudio OÖ.

Gestaltung: Wolfgang Marecek
Kamera: Wolfgang Marecek
Schnitt: Wolfgang Marecek