BH-Mitarbeiter zweigte Geld ab

Weil er jahrelang mehrere 100.000 Euro abgezweigt haben soll, steht am Freitag ein Mitarbeiter einer Bezirkshauptmannschaft in Wels vor Gericht. Er soll unter anderem Gebühren für Reisepässe selbst eingestreift haben.

Die Staatsanwaltschaft Wels wirft dem 61-Jährigen vor, als Mitarbeiter einer Bezirkshauptmannschaft Gebühren für Reisepässe, Wunschkennzeichen oder Führerscheine an sich genommen zu haben. Das Kassensystem soll er so manipuliert haben, dass seine Machenschaften möglichst nicht auffallen. Das Geld hat der Angeklagte offenbar dazu verwendet haben, seine Spielsucht zu finanzieren.

Mindestens ein Jahr Haft drohen

Dem 61-Jährigen droht mindestens ein Jahr Haft, die Obergrenze für derartige Vergehen liegt bei zehn Jahren. Diese Woche ist ein ehemaliger Bankfilialdirektor, der mehr als eine Million Euro abgezweigt haben soll, am Landesgericht Wels zu drei Jahren verurteilt worden, eines davon muss er tatsächlich hinter Gittern oder mit Fußfessel verbringen.

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