Österreich-Bild: „Das Almtal – Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere“

Das Almtal zählt für viele zu den eindrucksvollsten Landschaften Österreichs. Deshalb widmet das ORF-Landesstudio Oberösterreich dieser Region ein Österreich-Bild am Sonntag, 7. Oktober 2018 in ORF 2.

Gestalter Erich Pröll trifft zu Beginn Märchenerzähler Helmut Wittmann und entführt in die zauberhafte Mystik rund um den Almsee.

Österreich-Bild: Das Almtal

Jutta Anna Wirth

Naturfilmer Erich Pröll während der Drehpause am Kasberg

Mit der Unterwasserkamera zum Fischkalter

Kühl, sauber und glasklar steigt Wasser aus unzähligen Quellen des Seebodens auf und nährt damit den Almsee. Forellen und Saiblinge entwickeln sich hier prächtig zur Freude der Fischer. Mit der Unterwasserkamera gelingt ein Blick in den Fischkalter, der unter der Fischerhütte am See in ein paar Meter Tiefe verankert ist. Bei Grünau liegen die Fischteiche mit den Jungfischen des Forellenhofes. In der Küche werden die ausgewachsenen Forellen zu kulinarischen Leckerbissen veredelt.

Österreich-Bild: Das Almtal

Jutta Anna Wirth

Naturfilmer Erich Pröll mit der Unterwasserkamera beim Fischteich des Forellenhofs in Grünau

Steile Hänge erschweren die Waldarbeit

Der Almfluss durchschneidet zu Beginn mächtige Waldlandschaften, die das obere Almtal prägen. Die Waldarbeit ist hier wegen der steilen Berghänge aber beschwerlich. Fritz Wolf bezeichnet sich selbst als Waldpädagoge und erläutert, wie er nachhaltige Bewirtschaftung oder natürlichen Aufwuchs versteht. Das sei auch weiterhin eine wesentliche Voraussetzung für beste Grundwasserqualität.

Heute setzt man auf das „Waldbaden“

Zu den Urgesteinen des Almtals zählt ohne Zweifel Tourismuspionier Hermann Hüthmayr. Der einstige Waldbauernbub wurde schon mit 24 Jahren zum jüngsten Tourismuschef Österreichs gekürt. 40 Jahre lang prägte er als Hüttenwirt das Hochberghaus auf dem Kasberg, bis er es 2014 seinem Nachfolger übergeben hat. Heute setzt er auf Tourismustrends aus dem Fernen Osten, wie dem sogenannten Waldbaden. Damit will er die Sehnsucht gestresster Urlauber nach intensivem Naturerleben stillen, was sich sogar positiv auf Körper und Geist der Gäste auswirken soll.

Österreich-Bild: Das Almtal

Jutta Anna Wirth

Tourismuspionier Hermann Hüthmayr mit Naturfilmer Erich Pröll

Der Almfluss als Energielieferant

Die Energie des Almflusses wird besonders intensiv genutzt. Neben zahlreichen Sägewerken treibt das Wasser auf einer Fließstrecke von 45 km bis zur Einmündung in die Traun 48 Kleinkraftwerke an. Es ist damit die vergleichsweise dichteste Kraftwerksstrecke unter Österreichs Flüssen. Hunderte Haushalte werden so mit Strom versorgt. Helmut Neubacher hat sich seine kleine Säge mit einem eigenen Kraftwerk selbst gebaut. Acht Meter ist sein hölzernes Wasserrad groß und damit das größte Österreichs. Neben der Pyhrn-Eisenwurzen spielte auch an der Alm die Sensenerzeugung zur Zeit der Donaumonarchie eine entscheidende Rolle: Noch können die schweren Hämmer im Sensenmuseum Geyerhammer bewundert werden.

Refugium für zahlreiche Wasservögel

Auch für Naturbeobachter gilt der Fluss mit seiner Landschaft als Refugium für Wasservögel, wie Stockenten, Haubentaucher, Schwäne oder den bekannten Graugänsen, die erst durch den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz Bekanntheit erlangten. Seine Forschungsstelle wird heute von Dr. Kurt Kotrschal geleitet.

Österreich-Bild: Das Almtal

Jutta Anna Wirth

Die bekannte Graugans des Konrad-Lorenz-Forschungsinstituts in Grünau

Gemeinsam mit anderen Verhaltensforschern beobachtet er Raben, Dohlen, Waldrappen und auch heute noch die Graugänse. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut liegt der völlig neu gestaltete Cumberland Wildtierpark. Auf 60 Hektar können Besucher heimische Wildtiere wie Luchse, Bisons, Wölfe, Bären, Elche oder Waldrappen hautnah erleben.

Österreich-Bild: Das Almtal

Jutta Anna Wirth

Faszinierender Waldrapp im Wildpark Grünau

„Das Almtal – Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere“ - Österreich-Bild am Sonntag, 07. Oktober 2018, um 18.25 Uhr in ORF 2. Eine Produktion des ORF Landesstudio Oberösterreich.

Gestaltung: Erich Pröll
Kamera: Erich Pröll
Schnitt: Jutta Anna Wirth
Fotos (honorarfrei): Jutta Anna Wirth

Rückfragehinweis:
ORF Oberösterreich / Landesdirektion
Europaplatz 3
A-4021 Linz
Tel.: +43(0)732 / 6900-24211
E-Mail: Landesdirektion OÖ