Lehrerin
ORF.at/Carina Kainz
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Bildung

Personalmangel in Elementareinrichtungen

Der Mangel an Pädagoginnen und Pädagogen ist in Krabbelstuben und Kindergärten seit vielen Jahren massiv. Den Grund sieht der Bildungsexperte Andreas Salcher in einem zerklüfteten System und im zu geringen Budget, das laut ihm vorhanden wäre.

Rund 60 Prozent der Maturantinnen und Maturanten aus den fünf Bundesbildungsanstalten für Elementarpädagogik in Oberösterreich gehen direkt in den Beruf. Andere folgen später. Aus den Kollegs würden im Normalfall alle in den Job einsteigen, erklärt die Direktorin der Bafep in Linz Monika Pfligl-Puchner: „Es nützt nichts, wenn sie im Beruf anfangen, aber nicht bleiben. Da kommt es schon auf die Rahmenbedingungen in den Praxisstätten an.“

Experte sieht Chance in finanzieller Umverteilung

Hier setzt der Bildungsexperte und ehemalige ÖVP-Politiker Andreas Salcher an. Die Zuständigkeiten gehörten gebündelt und in die Hand des Bundes anstatt aufgeteilt unter Bund, Land und Gemeinden. Die Bezahlung müsse jener von Lehrkräften an höheren Schulen gleich sein und Gruppengrößen nach dem Vorbild anderer Länder wesentlich kleiner: Vier Kinder bei den unter Dreijährigen sowie acht bei den bis Sechsjährigen. Möglich sei das durch eine finanzielle Umverteilung.

Vom Schulsystem sollten Budgetmittel vor allem aus Mittel- und höheren Schulen raus und dafür in die Elementarpädagogik hinein: Für das Personal und die Kinder.