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Chronik

ID-Austria ersetzt Handysignatur

Das Aufbewahren von behördlichen Dokumenten und Amtswege verlagern sich immer mehr ins Digitale. Basis dafür ist die Identifizierung durch die ID- Austria. Sie soll jetzt die bisher bekannte Handysignatur ersetzen. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten:

Die E-Card und den Führerschein in der Geldtasche. Den Zulassungsschein vom Auto in der Jacke und wichtige Dokumente, wie den Meldezettel, versteckt unter der Zettelwirtschaft. Nicht nur Behördengänge, sondern auch das private Durcheinander, etwa bei Ausweisen, soll mit der ID-Austria – der Weiterentwicklung der bisher bekannten Handysignatur weniger werden.

Wie funktioniert die ID-Austria?

Funktionieren soll der digitale Ausweissammler mit einer eigenen App auf dem Handy – den sogenannten E-Ausweisen. Sabine Enzenberger vom Pass- und Meldeservice am Magistrat in Linz erklärt: „Momentan kann man sich schon den digitalen Führerschein herunterladen. Die digitale E-Card wird das nächste Projekt. Geplant ist auch, dass man den Personalausweis am Handy vorzeigen kann. Dann werden die Karten in der Tasche weniger.“

Welche App-Version brauche ich dafür?

Um die Ausweise digital abspeichern zu können, ist die Vollversion der ID-Austria notwendig. Wer die Handysignatur als Vorgänger schon aktiviert hat, der hat bei der Nutzung der Funktionen in den meisten Fällen einen Startvorteil.

Enzenberger sagt:„ Es kommt darauf an, wo Sie sich die Handy Signatur registrieren haben lassen. Haben Sie das bei der Behörde gemacht? Können Sie ohne Behördenbesuch gleich auf die Vollversion umsteigen?“ Wenn das nicht funktioniert, führt für den Gebrauch der Ausweis-App kein Weg an einem Gang in eine Bezirkshauptmannschaft oder in ein Magistrat vorbei. Das ist auch der Fall, wenn Nutzerinnen und Nutzer noch überhaupt keine Handysignatur haben und das Angebot nützen wollen.

Wie sicher sind meine persönlichen Daten?

Um seine persönlichen Daten muss man sich laut Franziska Cecon, von der FH Oberösterreich, bei der Umstellung und der Verwendung keine Sorgen machen. Die Public Management Expertin erklärt im Gespräch mit dem ORF OÖ: „Es ist ein europäischer Standard, der hier eingeführt wird. Und er ist einerseits Datenschutzkonform, Rechtsschutzkonform und natürlich auch die Authentifizierung hat ein hohes Sicherheitsniveau.“

Was bringt die ID-Austria?

Die Identifizierung mit der ID-Austria sorgt nicht nur für Ordnung und eine einfache, schnelle Aufrufbarkeit der Ausweissammlung. Auch Behörden und die Verwaltung sollen von der ID-Austria – die ab 5. Dezember in den Vollbetrieb geht – profitieren. „Nämlich indem beispielsweise Verfahren dadurch beschleunigt werden, dass es auch in technischer Hinsicht Entlastungen gibt. Also es gibt hier viele Aspekte, die zusammenspielen und eine moderne, innovative Verwaltung widerspiegeln.“, so Cecon.

Kann ich die ID-Austria auch ohne Smartphone nützen?

Wer kein Handy hat und auch in Zukunft keines möchte, der kann die Funktionen der ID-Austria auch auf einem Stand-PC nutzen. Wichtig ist laut Expertinnen und Experten, dass alle Amtswege auch weiterhin persönlich und mit Papierdokumenten erledigt werden können. Von Amtsgeschäften ausgeschlossen soll auch in Zukunft niemand werden.