20.10.2023, Pramet, AUT, Unterwegs in Oberösterreich, Flugzeugabsturz, Pramet, im Bild der Einsatz,  Pressefoto Scharinger Scharinger © 2023, PhotoCredit D. Scharinger
Daniel Scharinger
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Chronik

Ermittlungen nach Hubschrauberbrand

Nach dem Unfall eines Bundesheerhubschraubers Donnerstagabend bei Pramet (Bezirk Ried/Innkreis) ist am Freitag der letzte der sechs Verletzen aus dem Spital entlassen worden. Die Flugunfallkommission hat mit den Untersuchungen begonnen.

Der Hubschrauber hob laut Verteidigungsministerium zu Übungszwecken kurz vor 19.00 Uhr in Hörsching bei Linz ab und flog in Richtung Wels. Die Besatzung trainierte das Landen im freien Gelände und dürfte laut Heeresangaben im Raum Pramet/Feitzing ohne Probleme gelandet sein. Laut Polizei stiegen drei Flugretter daraufhin aus dem Hubschrauber aus, die beiden Piloten und ein Techniker wollten wieder abheben.

Dabei sei der Hubschrauber vermutlich hängen geblieben und umgestürzt. Einer der Flugretter wurde dabei unter dem Hubschrauber eingeklemmt, seine Kameraden mussten ihn befreien. Unmittelbar danach fing die Maschine Feuer. Allen beteiligten Soldaten wurde psychologische Unterstützung angeboten, hieß es. Lesen Sie mehr in Bundesheer-Hubschrauber ausgebrannt (ooe.ORF.at).

20.10.2023, Pramet, AUT, Unterwegs in Oberösterreich, Flugzeugabsturz, Pramet, im Bild der Einsatz,  Pressefoto Scharinger Scharinger © 2023, PhotoCredit D. Scharinger
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Endbericht innerhalb von zwölf Monaten

Am Freitag war dann die Flugunfallkommission an Ort und Stelle und begann mit den Untersuchungen. Ein Endbericht werde innerhalb von zwölf Monaten vorgelegt. Bevor die ausgebrannte Maschine abtransportiert werden könne, bedarf es noch der Freigabe der Flugunfallkommission, informierte das Verteidigungsministerium.

Verunreinigung des Bodens

Da die Absturzstelle in der Nähe eines Brunnen- und Wasserschutzgebietes liegt, könnte durch die Verunreinigung des Bodens ein Abgraben des betroffenen Bereichs nötig werden, was mit der zuständigen Behörde abgeklärt werde.

Fotostrecke mit 8 Bildern

Ausgebrannter Hubschrauber des Bundesheeres
Daniel Scharinger
Hubschrauber des Bundesheeres wird gelöscht
FOTOKERSCHI / BFKDO RI
Ausgebrannter Hubschrauber des Bundesheeres
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Hubschrauber des Bundesheeres wird gelöscht
FOTOKERSCHI / BFKDO RI
Hubschrauber des Bundesheeres wird gelöscht
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Hubschrauber des Bundesheeres wird gelöscht
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Hubschrauber des Bundesheeres wird gelöscht
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Ausgebrannter Hubschrauber des Bundesheeres
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Letzte Wartung Anfang Oktober

Der betroffene Hubschrauber hatte vor dem Nachtflug eine Betriebszeit von 6.277 Flugstunden. Die letzte Wartung war zwischen 4. und 10. Oktober. Das sogenannte „Midlife-Update“ (MLU) wurde vom April 2015 bis April 2016 in Italien durchgeführt, so wie bei der gesamten Agusta Bell Flotte von 2013 bis 2016, so das Ministerium weiter. Schwerpunkt sei die Anpassung des Cockpits auf moderne Anzeigegeräte gewesen, sowie die Sicherheit und die weitere Einsatzfähigkeit des Systems zu gewährleisten. Durch das MLU wurde die Nutzungsdauer bei diesem Hubschrauber um 25 Jahre verlängert. Bei diesem Hubschrauber wäre damit eine Nutzungsdauer bis 2041 möglich gewesen.