Wirtschaft

Metaller-KV: Erste Streikkomitees gegründet

Heute Vormittag gehen die Kollektivverhandlungen der Metaller in die dritte Verhandlungsgrunde. Ob es aber heute zu einem Ergebnis kommt, ist mehr als fraglich, denn die Gewerkschaft fordert weiterhin 10,6 Prozent mehr Lohn und Gehalt, die Arbeitgeber haben zuletzt 4,1 Prozent geboten. in vielen Betrieben hat man jedenfalls schon Streikkomitees gegründet.

Rund 400 Betriebsversammlungen hat die Gewerkschaft in der vergangenen Woche in ganz Österreich abgehalten. Die Kampfbereitschaft seiner Kolleginnen und Kollegen sei enorm, sagt Gewerkschafts-Chefverhandler Rainer Wimmer: „Wir haben alles vorbereitet. Wir sind gerüstet dafür, dass Maßnahmen gesetzt werden müssen. Aber wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Arbeitgeber einlenken und endlich zugeben, dass die letzten zwölf Monate auch für die Unternehmen sehr, sehr erfolgreich waren.“

Ohne Verhandlungsergebnisse drohen Warnstreiks

Sollte es zu keinem Ergebnis kommen, dann könnten die Betriebsversammlungen weitergehen, die auch in Warnstreiks übergehen könnten, so die Gewerkschaft. In einigen Betrieben wären schon Streikkomitees gegründet worden, heißt es aus Gewerkschaftskreisen.

Arbeitgeber beschwören Einigkeit

Die Arbeitgeberseite hat zuletzt erneut darauf hingewiesen, dass die enorme Teuerung alle betreffe und ohne funktionierende Unternehmen gebe es keine Arbeit und kein Steueraufkommen. Es müssten also alle an einem Strang ziehen, so die Arbeitgeber.