Im Bild wird symbolisch, in Anlehnung an Kokain, mit weissem Pulver hantiert.
APA/Guenter R. Artinger
APA/Guenter R. Artinger
Chronik

Drogenring im Innviertel ausgehoben

Die Polizei hat einen Drogenring im Bezirk Braunau im Innviertel ausgehoben. Fünf Personen wurden festgenommen, zwei davon sitzen in U-Haft, gegen zehn weitere, davon zwei bereits inhaftierte, wird noch ermittelt.

Ein 27-jähriger Kroate wurde im Mai beim Kokainhandel auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Zuvor wurde bereits sein Lieferant und Landsmann dingfest gemacht, ebenso dessen Lebensgefährtin, die ihm beim Kokainschmuggel von Deutschland nach Österreich half.

Kokaingeschäfte aus Zelle heraus vermittelt

Die beiden Männer sitzen nach wie vor in U-Haft, die Frau wurde wieder entlassen. Beim Durchsuchen ihrer Wohnungen fanden die Beamten Kokain im Straßenverkaufswert von rund 10.000 Euro, Marihuana in Straßenverkaufsmengen sowie Verkaufs- und Verpackungsmaterialien, berichtete die oö. Polizei am Mittwoch. Ins Visier geriet auch ein seit längerer Zeit inhaftierter 29-jähriger Bosnier, der die Lieferanten für die Kokaingeschäfte bereits 2021 und aus der Zelle heraus vermittelt hatte. So konnte diesen Personen ein seit mehreren Monaten andauernder Drogenhandel nachgewiesen werden.

Illegal umgebaute Schusswaffen sichergestellt

Die Spur führte weiter zu einem 34-jährigen österreichischen Lokalbesitzer aus dem Bezirk Braunau, der Kokain von zwei Lieferanten ankaufte und gewinnbringend unter seinen Gästen veräußerte. Bei Durchsuchungen fanden die Polizisten zwei nicht registrierte, illegal umgebaute Schusswaffen. Auch ein amtsbekannter einheimischer 32-jähriger Dealer wurde festgenommen.

Als zweite Kokainquelle und Verkäufer der illegalen Schusswaffen stellte sich ein mehrfach vorbestrafter, seit längerer Zeit inhaftierter 34-jähriger Serbe heraus. Zuletzt wurde Mitte Juni 2022 ein 32-jähriger Österreicher festgenommen, der Heroingeschäfte zwischen deutschen Lieferanten und österreichischen Konsumenten angebahnt haben soll. Die Ermittlungen des Koordinierten Kriminaldiensts des BPK Braunau und der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis dauern noch an.