Rotes Auto beim Tanken
APA/dpa/Christophe Gateau
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Wirtschaft

Sprit in Österreich bald am teuersten

Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Ölpreise noch einmal in die Höhe geschraubt. Für jene, die aufs Auto angewiesen sind, ist das eine enorme finanzielle Belastung. Die Aussichten für die kommenden Monate sind für die Autofahrer aber eher düster. Österreich dürfte bei den Spritpreisen bald im europäischen Spitzenfeld liegen.

Bernd Zierhut der Obmann des oberösterreichischen Energiehandels und Geschäftsführer der Doppler Gruppe hat keine gute Nachrichten für die heimischen Autofahrer. Mit den Spritpreisen wird’s wieder nach oben gehen. Die Gründe: Steuern und wahrscheinlich neue Sanktionen gegen Russland.

„Ich erwarte für Juli einen Preis um die zwei Euro, das ist ausgelöst durch zwei Faktoren. Das eine ist das russische Öl-Embargo, das zweite ist die Einführung der CO2-Steuer. Diese CO2-Steuer wird mit 1. Juli eingeführt und bedeutet eine Erhöhung des Pumpenpreises um zehn Cent“, so Zierhut. Er fordert vor diesem Hintergrund, dass die Einführung der CO2-Steuer zumindest auf Jänner verschoben wird.

Senkung der Energie-Steuern

Eine andere Möglichkeit wäre an der Steuerschraube zu drehen, sagt Oberösterreichs ARBÖ Chef Thomas Harruk und nennt ein Beispiel. „Die deutsche Bundesregierung macht das schon vor, die senken auch die Energie-Steuern für drei Monate, einmal befristet. Zumindest mit der Folgewirkung, dass dort Benzin um 30 Cent billiger wird auf den Liter“, so Harruk.

„Ähnliche Preisreduktionen sehen wir in Slowenien, in Ungarn, aber auch in Italien. Österreich wird damit im Sommer zum teuersten Land, was den Benzin- und Dieselpreis betrifft“, ergänzt Bernd Zierhut. Die Folge: Beim Tanktourismus werde es zu Verschiebungen kommen, sprich wer in Grenznähe wohnt, wird bei günstigeren Preisen im Ausland wohl auch dort tanken.