Rohbau einer Reihenhausanlage
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Wirtschaft

Baupreise: Zenit dürfte überschritten sein

Der Gipfel ist überschritten, das heißt es aus der schwer gebeutelten Baubranche. Nach Monaten in denen viele Baustoffe knapp waren und die Preise regelrecht explodierten, scheint sich die Lage zu stabilisieren. Damit, dass die Preise rasant sinken, sei aber nicht zu rechnen.

Die Ziegelwerke im Land laufen aktuell auf Hochtouren. Zwei von drei österreichischen Ziegeln werden in Oberösterreich produziert. Dennoch sind sie hierzulande Mangelware geworden. Rudolf Ecklmayr vom Zieglerverband, der Interessensvertretung der österreichischen Ziegelindustrie, sagt: „Es ist eine harte Bandage, so kommen etwa Neukunden und sagen, dass sie woanders nichts bekommen.“ Diese Ziegelanfragen könnten aber häufig nicht erfüllt werden. Es bleibe nichts anderes übrig, als Neukunden manchmal auch abzulehnen, weil es nicht anders gehe, so Ecklmayr.

Ziegelbranche: Entspannung erst im kommenden Jahr

Aber im kommenden Jahr zeichne sich Entspannung ab, heißt es zum Beispiel vom Innviertler Ziegelhersteller Senftenbacher. Ein Trend, der in großen Teilen der Baubranche aktuell beobachtet wird.

Baubranche kann wieder fixe Angebote abgeben

Aktuell können Baustoffe wieder geliefert werden und die meisten Preise würden nicht mehr weiter steigen, heißt es aus der Baubranche. „Für die Häuslbauer bedeutet das, dass wir wieder fixe Angebote abgeben können“, so Bau-Innungsmeister Norbert Hartl. Da die Baufirmen von der Baustoffindustrie wieder fixe Preise erhalten, könne man auch Aufträge annehmen und Preissicherheit gewähren, so Hartl.

Damit, dass die Preise jetzt rasant zu sinken beginnen, werde angesichts der hohen Kosten für Energie nicht erwartet.