Politik

Land OÖ: Neue Jugendarbeit in Gemeinden

Eine neue Jugendwerkstatt sowie ein Lehrgang für junge Gemeinderätinnen und Gemeinderäte bilden das Kernstück der zukünftigen Jugendarbeit des Landes Oberösterreich in den Gemeinden. Außerdem sollen jene Gemeinden ausgezeichnet werden, die besonders stark auf Jugendliche eingehen.

Der Klimawandel mache eine verstärkte Einbindung junger Menschen auch in den Gemeinden unabdingbar, so Nicole Zehetner Grasl aus Hofkirchen im Traunkreis, mit 26 Jahren die jüngste Bürgermeisterin Österreichs: „Ich denke, dass die Jugendlichen ganz wichtig sind für die Klimawende – wir werden den Ideenschatz der Jugendlichen brauchen“.

Hattmannsdorfer: Experten für Jugendarbeit

26 der 438 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind unter 35 Jahre. Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus dieser Altersgruppe können sich nun vom Land Oberösterreich zu Gemeindejugendexperten ausbilden lassen, sagte Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) im Interview mit dem ORF OÖ am Freitag: „Wir haben seit der letzten Gemeinderatswahl rund 1.700 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte unter 35 Jahren und die wollen wir ausbilden zum Sprachrohr für die jungen Menschen in der Gemeinde und sie quasi auch zu Experten in der Jugendarbeit machen.“

Förderung für Jugendwerkstatt

Das Land fördert auch die oberösterreichische Jugendwerkstatt, die eine Onlinebefragung, einen vierstündigen Workshop und eine Präsentation der Ergebnisse vor den Verantwortlichen der jeweiligen Gemeinde beinhalte, sagt Tamara Wintereder von der Spes Zukunftsakademie in Schlierbach: „Wenn junge Menschen sich gehört und gesehen fühlen, dann wollen sie gerne in ihrer Gemeinde bleiben – das merken wir vor allem im ländlichen Raum.“ Gemeinden, die alle Kriterien erfüllen, können sich im Herbst darum bewerben, als „junge Gemeinde“ ausgezeichnet zu werden.