Frau mit Maske und Coronaviren
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Coronavirus

Fast 11.000 Neuinfektionen

Am Mittwoch ist ein Rekordwert von 10.955 Neuinfektionen für Oberösterreich ausgewiesen worden. Über 70.000 Menschen sind in Quarantäne. Währenddessen wurden in den Schulen heuer wegen der CoV-Auflagen über 1.200 Kinder abgemeldet.

In Quarantäne sind in Oberösterreich 76.739 Personen (Stand Mittwochfrüh). Die Sieben Tages-Inzidenz im Bundesland liegt aktuell bei 3.565.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg von 2.569 am Dienstag auf 2.573 am Mittwoch. Die Bettenbelegung auf den Normalstationen sank um elf auf 435. Die Zahl der Intensivpatienten stieg um zwei auf 25.

Österreich hat europaweit höchste Hospitalisierungszahl

Auch bundesweit wurde am Mittwoch ein neuer Rekord mit 58.583 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Und Österreich belegt derzeit im europäischen Vergleich nicht nur bei den Infektionszahlen, sondern auch bei den CoV-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern einen Spitzenplatz.

Das Statistikportal „Our World in Data“ weist für Österreich mit Stichtag 14. März 318 hospitalisierte CoV-Kranke pro eine Million Einwohnerinnen und Einwohner auf. Damit hat man Frankreich überholt, das auf 310 stationär aufgenommene CoV-Fälle kommt. Mehr dazu in Österreich bei Spitalszahlen im Spitzenfeld.

Ärztekammer-Präsident lobt Zusammenhalt

Seit über zwei Jahren ist das Gesundheitspersonal mit der Bewältigung der Pandemie gefordert. „Im Namen der OÖ-Ärztekammer möchte ich mich für den tollen Zusammenhalt aller beteiligten Berufsgruppen in den Spitälern bedanken“, sagt Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich.

Auch der Einsatz der niedergelassenen Ärzteschaft trage sehr viel zur Bewältigung der größten Gesundheitskrise der letzten Jahrzehnte bei. Dieses enorme Engagement habe gezeigt, dass auch in Zukunft nicht im Gesundheitssektor eingespart werden dürfe, so Niedermoser.

Über 1.200 Kinder vom Unterricht abgemeldet

Immer sind über 1.200 Kinder und Jugendliche in Oberösterreich derzeit nicht in der Schule, sondern werden zu Hause unterrichtet. Und zwar deshalb, weil sie vom Unterricht abgemeldet wurden. Ein Großteil davon wegen der CoV-Auflagen in diesem Schuljahr. Die Schulen beklagen jetzt Unklarheiten bei den Prüfungen.

Denn am Ende des Sommersemesters müssen die Kinder in Abschlussprüfungen beweisen, dass sie den Jahresstoff beherrschen. Allerdings steht noch nicht fest, ob diese Prüfungen an den Schulen stattfinden oder übergeordnet über die Bildungsregionen organisiert werden. Die Unsicherheit sorgt an den Schulen vielfach für Ärger, weil man die Prüfungen schon vorbereiten könnte. Die Bildungsdirektion kündigt eine rasche Klärung an.