Kinder warten auf die Corona-Impfung im Austria Center Vienna in Wien
APA/ROLAND SCHLAGER
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Coronavirus

EMA: Grünes Licht für Kinderimfpung

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat Grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben. In Oberösterreich gibt es am Wochenende eine Off-Label-Impfaktion.

Der zuständige EMA-Ausschuss empfahl am Donnerstag eine Erweiterung der Zulassung. Die finale Entscheidung muss noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Dies gilt aber als Formsache. Bisher gab es noch keinen Corona-Impfstoff, der in der EU auch für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist. Mehr dazu …

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) rief Eltern dazu auf, ihre Kinder impfen zu lassen. Auch das Nationale Impfgremium (NIG) empfiehlt die Impfung für Kinder wegen ihrer hohen Sicherheit.
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0,5 bis ein Prozent der mit dem Coronavirus infizierten Kinder erkranken so schwer, dass sie im Spital aufgenommen werden müssen, so der Kinderarzt und Leiter des Salzkammergut Klinikums Tilman Königswieser gegenüber dem ORF Oberösterreich. Er geht davon aus, dass das mit einer Impfung vermieden werden könne:

2.600 Kinder für CoV-Impfung vorgemerkt

In Oberösterreich kann man seit knapp einer Woche Kinder zwischen fünf und elf Jahren für die Impfung vormerken lassen. Bis Mittwoch hat es 2.600 derartige Reservierungen gegeben, hieß es in einer Aussendung von LH-Stv. Christine Haberlander (ÖVP), die auch für Gesundheit zuständig ist. Die Warteliste werde mit jedem Tag länger. Sobald die Empfehlung des Nationalen Impfgremiums da ist, können Impftermine gebucht werden. Es soll sowohl bei niedergelassenen Ärzten als auch bei öffentlichen Impfstraßen möglich sein, Kinder impfen zu lassen.

Off-Label-Impfaktion am Wochenende

Für das kommende Wochenende bietet das Land OÖ erstmals eine „Off-Label-Impfaktion“ an – mit bis zu 2.000 Impfungen für Fünf- bis Elfjährige. Laut Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) hätten sich dafür medizinische Expertinnen und Experten des Krisenstabs gemeinsam mit der Ärztekammer ausgesprochen. Erziehungsberechtigte, die ihre Kinder bereits für eine Impfung auf der Warteliste registriert haben, seien schon per SMS über die Impfmöglichkeiten informiert. Sobald die EMA-Zulassung erfolgt ist, sollen weitere Angebote und Planungen präsentiert werden.

Rund 1.800 sogenannte Off-Label-Impfungen für Fünf- bis Elfjährige, also ohne die offizielle Zulassung, sind in Oberösterreich bereits durchgeführt worden. Die Verantwortung tragen in dem Fall also die Impfärztinnen und -ärzte.