Almtal Schermberg Nordwand
Chronik

Bergretter im Almtal abgestürzt

Die Kameraden der Bergrettung Grünau im Almtal mussten am Sonntag einem Kollegen zu Hilfe kommen, der beim Klettern in der Schermberg-Nordwand abgestürzt war. Er hielt sich an einem Stück Felsen fest, der abriss und stürzte 30 Meter in die Tiefe.

Der 40-Jährige wollte mit zwei weiteren, bestens ausgerüsteten Kletterfreunden den Schermberg (Bezirk Gmunden) besteigen. Die Dreier-Seilschaft war auf dem sogenannten „Linzer Weg“ unterwegs. Alle drei Alpinisten sind Bergretter. Beim Ausstieg aus einer Schlucht wollte der 40-Jährige einen Bohrhaken erreichen. Er hielt sich an einer Felsschuppe fest, als sich der etwa einen Quadratmeter große Bereich löste und der Felsen abbrach. Der Bergretter stürzte 30 Meter ab.

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Bergrettungseinsatz Almtal
Bergrettung Grünau
Bergrettungseinsatz Almtal
Bergrettung Grünau
Bergrettungseinsatz Almtal
Bergrettung Grünau

Von Kameraden gesichert

Der Mann blieb auf einem kleinen Felsvorsprung liegen. Seine beiden Kollegen sicherten den Verletzten dort ab und alarmierten weitere Kräfte. 16 Mann der Bergrettung Grünau und ein Alpinpolizist rückten aus. Der verletzte Kletterer und seine beiden Kollegen konnten vom Hubschrauber per Seil aus der Wand geholt und ins Tal gebracht werden. Der 40-Jährige wurde ins LKH Salzburg geflogen.

Der Schermberg ist mit knapp 2.400 Metern Seehöhe der dritthöchste Gipfel der Priel-Gruppe. Seine Nordwand ragt 1.400 Meter in die Höhe und gilt als zweithöchste Wand der Ostalpen. Der imposante Riese ist zwei Kilometer breit und bietet mehrere anspruchsvolle Touren über steile, ausgesetzte Steige.