Chronik

AK mahnt Hilfe für armutsgefährdete Kinder ein

Rund 40.000 Kinder und Jugendliche in Oberösterreich seien armutsgefährdet, sagt AK-Präsident Johann Kalliauer und fordert Hilfe für die Betroffenen. Die Einführung eines Wohnbonus auf Bundesebene könnte dabei ebenso helfen wie eine bedarfsgerechtere Gestaltung der vom Land vergebenen Wohnbeihilfe.

In Oberösterreich leben laut Arbeiterkammer zum Beispiel rund 13.400 Kinder in zu kleinen Wohnungen, das heißt, dass weniger als ein Zimmer für einen Erwachsenen und weniger als ein Zimmer für je zwei Minderjährige zur Verfügung stehen. Die Wohnkosten werden von mehr als 60 Prozent der Haushalte als Belastung empfunden. Besonders Alleinerzieher geraten da schnell in finanzielle Schwierigkeiten.

Einführung eines Wohnbonus gefordert

Kalliauer ruft deshalb dazu auf, die Einführung eines Wohnbonus auf Bundesebene zu unterstützen. Dieser solle zehn Prozent der laufenden Wohnkosten und maximal 800 Euro pro Jahr betragen und pro Haushalt als Absetzbetrag von der Lohn- und Einkommenssteuer abgezogen werden können. Für besonders niedrige Einkommen sollte der Bonus als Steuergutschrift ausbezahlt werden, für besonders hohe Einkommen wegfallen.

„Verbesserungsbedarf bei Wohnbeihilfe“

Bei der Wohnbeihilfe, für die das Land zuständig ist, sieht Kalliauer Verbesserungsbedarf. Knapp 30 Prozent Anspruchsberechtigte würden die Beihilfe wegen diverser Verwaltungshürden gar nicht beantragen. Hier sei die Politik gefordert, den betroffenen Familien zu helfen, so Kalliauer.