Bergrettung Gmunden
laumat.at/Matthias Lauber
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Chronik

Weiteres Rekordjahr für Bergrettung

Die klassische Wandersaison steht eigentlich erst am Beginn. Doch die heimische Bergrettung steht schon seit Wochen fast im Dauereinsatz. 360 Menschen haben die freiwilligen Helfer heuer bereits aus Notsituationen gerettet.

Für 14 Alpinisten kam jede Hilfe zu spät. Nach Einschätzung von Christoph Preimesberger, Landesleiter der Bergrettung, zeichnen sich heuer ähnlich hohe Einsatzzahlen wie im Vorjahr ab, und 2020 war bereits ein absolutes Rekordjahr. In einigen Ortsstellen sei man „am Limit“, sagt Preimesberger.

"Es zeichnen sich wieder ein paar Hotspots heraus, vor allem im Bereich Traunstein war wieder rege Einsatztätigkeit, aber auch am Mahdlgupf am Attersee. Und vielleicht ein bisschen neu dazu kommt Gosau, der Gosausee hinten oder die Gosauseen verzeichnen heuer ganz einen massiven Zulauf und dadurch auch eine hohe Einsatztätigkeit der Bergrettung.

Verschiedenste Unfallursachen

Zu den Unfallursachen meint Preimesberger: „Auch hier gibt es das gesamte Spektrum, das heißt es gibt hier objektive Unfallursachen, die nicht durch die Personen ausgelöst werden, wo einfach Pech ist, Steinschlag, ein Wetterereignis oder auch höhere Gewalt. Bei anderen ist es so, dass einfach auch die mangelnde Tourenvorbereitung sich auswirkt, sprich nicht abzuschätzen wie weit die Tour ist, wie lange sie dauert, welche Schwierigkeit“, so Preimesberger.

Etwa 86 Prozent der geborgenen Personen seien aus Österreich, im vorigen Jahr waren es laut Preimesberger 75 Prozent. „Es dürfte darauf hindeute, dass Österreich und die Berge von den Einheimischen wieder als Urlaubsziel genützt werden“, so Preimesberger. In Oberösterreich sind derzeit übrigens rund 830 Bergretterinnen und Bergretter aktiv.