Mülltrennung, Müll, Recycling
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Umwelt

OÖ ist Spitzenreiter bei Mülltrennung

Oberösterreich gehört gemeinsam mit dem Burgenland, Tirol und Kärnten zu den Spitzenreitern beim korrekten Umgang mit Abfall. Das zeigt eine aktuelle Studie vom Verband der Österreichischen Entsorgungsbetriebe. Generell zeigt sich, je älter die Befragten, desto vorbildhafter wird getrennt und entsorgt.

72 Prozent der oberösterreichischen Bevölkerung achten laut Studie besonders darauf, Problemstoffe richtig zu entsorgen. Zum Vergleich: in Wien sind es 60 Prozent. Rund jeder zweite versucht mittlerweile kaputte Elektroaltgeräte zu reparieren, anstatt sie zu entsorgen. 31 Prozent der Oberösterreicher kaufen auch nicht mehr so oft neu, sondern bevorzugen Second-Hand-Ware.

Aufholbedarf bei den unter 30-Jährigen

Generell hat die österreichweite Studie ergeben, je älter die Befragten, desto vorbildhafter wird entsorgt und getrennt. Deutlicher Aufholbedarf herrsche bei den unter 30-Jährigen, hieß es am Donnerstag. Diese engagieren sich dafür aber öfters aktiv an umweltpolitischen Bewegungen oder beteiligen sich an Säuberungsaktionen. Diesen Wiederspruch erkläre man sich damit, dass die Mülltrennung vor rund 30 Jahren in Österreich eingeführt, und damals auch massiv beworben und darüber diskutiert wurde.

Daher scheint sie für die ältere Generation selbstverständlich zu sein, so Gabriele Jüly, Präsidentin vom Verband der Österreichischen Entsorgungsbetriebe. Heute brauche es eine zeitgemäße Aufklärung über Mülltrennung, am besten über Apps und Soziale Medien, so Jüly.