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Chronik

Roboter bald auch in der Feldarbeit

Nach dem Schlagwort der Industrie 4.0 könnte jetzt bald auch von der Landwirtschaft 4.0 die Rede sein. Denn wie in der Industrie setzt auch die Landwirtschaft immer mehr auf Automatisierung. Nach Computergesteuerten Arbeitsmaschienen, Melkcomputern und Stallanlagen steht als nächstes der Einsatz von Robotern bei der Feldarbeit an.

Der Roboter als Feldarbeiter, weit ist die Landwirtschaft von dieser Vision offenbar nicht mehr entfernt. Denn die menschliche Arbeitskraft wird immer teurer. Ab nächstem Jahr müssen die Saisonarbeiter einen garantierten Mindestlohn von 1.530 Euro bei 40 Wochenstunden bekommen, sagt Helmut Feitzlmayr, Pflanzenbauchef der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

„Man kann zusammenfassen, dass bei uns die Saisonarbeitskräfte anständig bezahlt werden, was leider in Südeuropa und weiten Teilen Europas nicht der Fall ist. Und trotzdem müssen unsere Betriebe mit dem Ausland bei der Gemüseproduktion konkurrieren. Das führt dazu, dass wir immer stärker Richtung Automatisation auch im Gemüsebau Lösungen finden müssen“, so Feitzlmayr.

2022 erstmals Feldroboter im Einsatz

Deshalb haben sich die Experten der Kammer umgesehen, was es denn so alles gibt. Und sie sind fündig geworden. „Also wir werden nächstes Jahr erstmals auch einen Feldroboter zum Unkrauthacken einsetzen, es gibt bereits Roboter die jetzt eingesetzt werden zum Erdbeerpflücken muss man sich vorstellen. Die haben eine Farberkennung und sind in der Lage ganz zart Erdbeeren zu pflücken und sie nicht zu beschädigen, das alles nimmt zu“, so Feitzlmayr.

Systeme werden Mensch am Feld ersetzen

Viele der Systeme sind noch in der Entwicklung und Erprobung. Für Helmut Feitzmayr ist aber klar, dass sie über kurz oder lang den Menschen am Feld ersetzen werden, so bedauerlich das auch sein mag, wie er sagt.