Ärzteteam Mikrochirurgie
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Chronik

Abgetrennte Hand wieder angenäht

Stundenlang haben Ärzte im Kepler Uniklinikum Montagnacht operiert, um die Hand eines 34-Jährigen zu retten. Der Mann trennte sich die Hand bei Waldarbeiten auf den Huttererböden in Hinterstoder (Bezirk Kirchdorf) ab, als er bei laufender Motorsäge stürzte.

Der Unfall passierte Montagmittag auf knapp 1.500 Metern Seehöhe. Der 34-Jährige wollte unterhalb des Speicherteiches der Hirschkogelbahn Äste von einem Baum entfernen. Dabei dürfte er gestolpert sein und stürzte kopfüber bei laufender Motorsäge über den Baumstamm. Im Fall schnitt er sich die linke Hand oberhalb des Handgelenks zur Gänze ab.

Ein zweiter Forstarbeiter leistete sofort Erste Hilfe und verständigte die Rettung. Die schickte einen Notarzthubschrauber aus der Steiermark, der den Mann ins Linzer Uniklinikum flog und den Ärzten dabei auch die Hand mitbrachte.

Ärzteteam Mikrochirurgie David Haslhofer, Martin Scherrer, Julian Mihalic
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Unfall- und Mikrochirurgen David Haslhofer, Oberarzt Martin Scherrer, Julian Mihalic

Fast zehn Stunden lang operiert

Spezialisten verbrachten 9,5 Stunden damit, die Hand zu präparieren und wieder anzunähen.

Der Handchirurg Julian Mihalic sagte über die Operation:

Knochen mussten verplattet, Gefäße, Sehnen und Nerven wieder zusammengefügt werden. Die Operation dauerte am Montag bis in die Nachtstunden. Die Hand sei gut durchblutet und die Ärzte vorsichtig optimistisch, so das Krankenhaus am Dienstag. Es gelte aber eine „heiße Phase“ von rund drei Tagen abzuwarten, hieß es.