Pokal in Sternform
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Umwelt

Energie Star 2020 verliehen

Das Land Oberösterreich will bei den Themen Nachhaltigkeit und Energiewende zu einer Leitregion werden. Für besondere Projekte wurde der Landesenergiepreis – der Energie Star – ins Leben gerufen. Heuer wurden 80 Ideen eingereicht.

Der „Energie Star“ holt all jene vor den Vorhang, die in diesen Bereichen besondere Projekte umgesetzt haben. Die Familie Moßbauer aus dem Bezirk Freistadt etwa hat ihren Haushalt in den vergangenen zehn Jahren komplett auf erneuerbare Energie umgestellt wurde. Dazu gehören unter anderem eine Photovolatikanlage mit Solarstromspeicher, Elektrofahrzeuge oder eine Hackschnitzelheizung.

Verleihung im Landhaus
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Eingereicht wurden aber auch viele Projekte von Unternehmen wie das einer Welser Großbäckerei, die durch die Erneuerung der Haustechnik über eine Million Kilowattstunden (kWh) eingespart hat. Oder das ehrgeizige Vorhaben des Kraftwerkes Glatzing in Schwanenstadt (Bezirk Vöcklabruck), dass sich anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums zum Ziel gesetzt hat, 100 Photovoltaikanlagen auf Hausdächern zu installieren. Das Vorhaben wurde mit 150 Interessierten weit übertroffen.

… bis zum internationalen Unternehmen

Die Palette der Preisträger reichte auch beim Energie Star 2020 vom kleinen Haushalt bis zum großen internationalen Industrieunternehmen. Der Papiererzeuger Smurfit Kappa hat am Standort Nettingsdorf (Bezirk Traun) über 130 Millionen Euro in die Energieeffizienz investiert. Damit sei die Standortsicherheit über Jahrzehnte abgesichert, so die Verantwortlichen.

Die Preisträger des Enger Star 2020:

  • Energiewende zu Hause
    Familie Moßbauer: Zur Sonne wenden und neue Möglichkeiten erkennen
  • Energiewende lokal
    Stadtgemeinde Braunau: gemeinsam in die Energiezukunft
  • Energiewende ganz groß
    Smurfit Kappa Future Energy Plant
  • Energiewende betrieblich
    Resch.GRÜN
  • Energiewende für jung und alt
    BRG Traun: Klimaschutz – wir beginnen bei uns
  • Energiewende innovativ
    KWG: 100 Jahre – 100 Dächer

Energie Star 2020

ORF-Redakteur Wolfgang Schnaitl war für die Sendung Oberösterreich heute bei der Verleihung des Landesenergiepreises

Die Preise konnten heuer im Rahmen einer kleinen Gala unter Einhaltung der Hygienevorschriften wieder persönlich überreicht werden. Die Breite der Einreichungen war heuer das Besondere, so Gerhard Dell vom Energiesparverband OÖ.: „Von Privatpersonen, von Gemeinden, kleine Unternehmen, initiative Vereine, ganz große Unternehmen“.

„Jeder kann etwas tun“

Für das Land Oberösterreich ist der Preis nicht nur wichtig, um die verschiedenen Leistungen vor den Vorhang zu holen, sagte Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) bei der Preisverleihung. Die Projekte zeigten, dass jeder etwas tun kann „damit wir das Kima und die Arbeitsplätze erhalten“ – und das beginne damit, dass man „sein Verhalten an andere Ideen anpassen kann“.

80 Projekte wurden heuer eingereicht. Für die Veranstalter Indiz dafür, dass sich die Menschen in Oberösterreich mehr denn je für den nachhaltigen Umgang mit Energie einsetzen.