LKH Freistadt Krankenhaus
team fotokerschi
team fotokerschi
Chronik

Harnoncourt: „Ursachenforschung läuft“

Nach dem tragischen Behandlungsfehler im Krankenhaus Freistadt läuft in der oberösterreichischen Gesundheitsholding die Ursachenforschung, sagt Geschäftsführer Franz Harnoncourt.

„Es ist zwar nach heutiger Einschätzung und nach der derzeitigen Einschätzung ein individuelles Fehlverhalten gewesen, aber wir wollen auf jeden Fall sicherstellen, dass einerseits mögliche, darüber hinaus gehende Situationen geklärt werden, und andererseits, dass Konsequenzen und Sicherstellungen für die Zukunft absolut gezogen werden können“, so Harnoncourt. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum das falsche Bein markiert wurde, und warum der Fehler auch später nicht aufgefallen ist, so Harnoncourt.

Harnoncourt: Abläufe wurden eingehalten

„Die Abläufe nach der Markierung des Operationsgebietes und beim Einschleusen in den OP, die ja alle sehr standardisiert und nach internationalen Sicherheitskriterien ablaufen in den Krankenhäusern der oberösterreichischen Gesundheitsholding, wurde ja alle eingehalten. Also aus heutiger Sicht handelt es sich tatsächlich um eine individuelle Situation, um einen individuellen Fehler“, so Harnoncourt.

Die operierende Ärztin – eine laut Krankenhaus sehr erfahrene Medizinerin – ist derzeit auf eigenen Wunsch nicht im Dienst. Gegen sie ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen grob fahrlässiger Körperverletzung, der Strafrahmen beträgt bis zu zwei Jahre Haft.

Zweites Bein amputiert

Der 82-jährige Patient ist am Freitag im Krankenhaus Freistadt zum zweiten Mal operiert worden. Dieses Mal ist das linke Bein abgenommen worden, das eigentlich schon beim ersten Eingriff aus medizinischen Gründen amputiert werden sollte.