Maikäfer-Larven
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Chronik

Grenzübergreifende Maikäferplage

Es ist ein grenzübergreifendes Problem und zerstört zum Teil sogar Existenzen – eine regelrechte Maikäferplage hat sich in Bayern aber auch im oberen Mühlviertel ausgebreitet.

Sie Richten Schaden an Laub- und Obstbäumen an, zerstören Grün- und Ackerland und werden bei Spaziergängen oder Autofahrten oft zur lästigen Plage. Maikäfer sind auch dieses Jahr sowohl auf bayrischer Seite als auch in Teilen Oberösterreichs keine gern gesehenen Gäste. Besonders wenn sich die Käfer dann vermehren und Eier legen, so der Obmann der Bezirksbauernkammer Rohrbach Martin Mairhofer.

Engerlinge zerstören Grünland

„Das Problem ist eher der Engerling, der nach der Ei-Ablage entsteht und die Grasnarbe von unten, beziehungsweise die Wurzeln des Grünlandes frisst, um sich danach zu verpuppen. Die Wiese beginnt dann abzusterben, sie wird braun und das Gras lässt sich abrollen wie ein Rollrasen eigentlich. Es bleibt nichts anderes wie Erde zurück“, so Mairhofer.

Schäden zum Teil existenzbedrohend

Die Grünflächen müssen dann wieder neu angelegt und angesäht werden. Das ist nich nur aufwendig, sondern auch sehr teuer. „Es bleibt ja nicht nur bei der Neuanlage dieser Flächen für die Bewirtschafter, sondern das Grünland ist ja die Futtergrundlage für unsere Rinder, und sie müssen da genauso Futter zukaufen beziehungsweise die Rinderbestände dann dezimieren und abbauen, um dann über das Jahr zu kommen. Es ist sehr schwer zu beziffern, aber teilweise existenzbedrohende Situationen für die Betriebe“, so Mairhofer.

Pilz im Boden zerstört Engerlinge

Bekämpfen kann man die Plage derzeit nur mit dem Setzen einer Pilzgerste. Der Pilz zerstört dann den Engerling-Bestand im Boden. Doch eine 100-prozentige Erfolgsgarantie gibt es auch bei dieser Methode nicht. „Wenn die Natur nicht mitspielt wird uns das ganze nicht helfen, weil wir genauso den Niederschlag dazu brauchen. Es ist sehr mühsam und auch sehr kostenintensiv“, so Mairhofer.

Von der Plage besonders betroffen sind die Landkreise Passau und Freyung-Grafenau in Bayern, sowie das obere Mühlviertel. Generell verlagere sich die Plage in Oberösterreich immer mehr in den Norden, so Mairhofer.