Gedränge im Schulbus
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Chronik

Teilweise Probleme mit überfüllten Schulbussen

Dass es Probleme geben könnte, wenn alle Schüler wieder gleichzeitig zum Unterricht fahren und die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, war zu befürchten. Dem ORF OÖ liegen aber unterschiedliche Beobachtungen vor. Manche Busse waren gesteckt voll, andere wieder eher schütter besetzt.

Ein aufgebrachter Vater ließ dem ORF Oberösterreich Montagfrüh Fotos und Videos zukommen, die ihm seine Tochter von der Fahrt in die Schule geschickt hat. Darauf ist zu sehen, dass der Bus auf der Strecke von Rohr nach Kremsmünster gesteckt voll war. Herbert Fischer schilderte die Fahrt seiner Tochter so: „Der Bus war massiv überfüllt, der Gang war so voll – die Kinder sind Gesicht an Gesicht gestanden. Die Einhaltung der Covid-Maßnahmen war somit nicht möglich.“

Gedränge im Schulbus
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Anzeige gegen OÖVV

Der Vater reagierte auch sofort: „Obwohl schon seit Monaten über mehr Schulbusse diskutiert wird und es leider wieder nicht funktioniert, habe ich die Polizei verständigt und Anzeige gegen den Oberösterreichischen Verkehrsverbund erteilt.“

„Mitarbeiter werden sich Situation vor Ort ansehen“

Klaus Wimmer, der Sprecher des Verkehrsverbunds, sagte dazu: „Uns sind diese starken Auslastungen leider nicht bekannt, wir hatten bei dieser Verbindung im Herbst auch nicht so hohe Fahrgastzahlen. Wir werden aber sofort reagieren. Morgen werden unsere Mitarbeiter direkt vor Ort sein und sich die Situation ansehen. Nach Rücksprache mit den Schulen gehen wir davon aus, dass die hohen Fahrgastzahlen durch die gleichzeitige Anreise der Internatsschüler, der Berufsschüler und der Schüler des Stiftsgymnasiums zustande gekommen sind.“

Sollte es am Dienstag auch noch der Fall sein, werde man natürlich sofort einen Verstärkerbus einsetzen, so Wimmer. Aus anderen Regionen war bisher nichts von derart überlasteten Bussen zu hören.

Steinkellner: bis jetzt keine Cluster aus Öffis

Es seien zahlreiche Verstärkerbusse im Einsatz, sagte Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) zu den Vorwürfen. Natürlich würden vorzugsweise Hauptachsen bedient, und am Ende des Tages sei das auch eine Finanzierungsfrage. „Leider können wir im öffentlichen Verkehr nicht den Abstand garantieren, aber aufgrund der Hygienevorschriften – Stichwort: Durchlüftung – gibt es bis dato keine Cluster aus öffentlichen Verkehrsmitteln. Also insofern sind die öffentlichen Verkehrsmittel sicher“, so Steinkellner im Interview mit dem ORF OÖ.