Ärztin zieht Corona-Impfstoff auf
APA/BARBARA GINDL
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387 Neuinfektionen in 24 Stunden

Der Krisenstab des Landes Oberösterreich hat am Sonntag 387 neue CoV-Infektionsfälle gemeldet. Damit gehört OÖ erneut zu den Bundesländern mit den höchsten Infektionszahlen. Beim Krisenstab hofft man, dass bis nächste Woche ein Viertel der Bevölkerung zumindest einmal geimpft ist.

Ab Mitte Mai soll es spürbare Öffnungsschritte geben – das hat die Bundesregierung vor kurzem in Aussicht gestellt. In OÖ hofft man, dass bis zu diesem Zeitpunkt die Hälfte der Bevölkerung zumindest einmal geimpft ist, so Tilman Königswieser, ärztlicher Leiter des Salzkammergutklinikums und Mitglied des Landeskrisenstabs im Interview mit dem ORF OÖ.

Tilman Königswieser
ORF
Tilman Königswieser

„Selbst mit den immer noch leider nur limitiert zur Verfügung stehenden Impfstoffen, können wir jetzt in der Woche ungefähr drei Prozent der oberösterreichischen Bevölkerung neu dazuimpfen.“ Momentan stehe man zirka 22 Prozent, „Wir hoffen, dass wir nächste Woche ein Viertel schaffen“, so Königswieser.

Belastung für Spitäler weiter hoch

Die Belastung für die Krankenhäuser sei nach wie vor hoch. Man sei momentan in einer Art Hybridmodus, „das heißt, es kommt doch zu Reduktionen vom Normalprogramm, aber die Patienten und Patientinnen, die akut, dringlich oder besonders akut zu behandeln sind, können gut behandeln“.

Diese dritte Welle sei langsamer angestiegen als die zweite Welle, „das war schon der Grund, weil wir die ganz Älteren geimpft hatten und die quasi nicht mehr erkrankt sind – und dementsprechend sind wir auch früher in ein Plateau gekommen“. Dieses ist laut Königswieser aber jetzt länger als bei der zweiten Welle, weil die Neuinfektionen noch immer etwa gleichhoch seien.

Impfungen: OÖ im oberen Mittelfeld

Bei den Impfungen ist Oberösterreich im Bundesländervergleich im oberen Mittelfeld. Die meisten Impfdosen erhielten in den letzten sieben Tagen Personen der Altersgruppen von 55 bis 64 Jahre: im Durchschnitt achtmal so viele wie eine Woche zuvor. Insgesamt wurden bis Sonntag (Stand 9.30 Uhr) laut oö. Krisenstab 396.292 Impfdosen verabreicht, nach folgender Aufteilung:

  • Alten- und Pflegeheime 22.822
  • Krankenanstalten 26.365
  • Ü80 (außerhalb APH) 60.549
  • niedergelassene Ärzte/-innen 2.051
  • Rettungsdienste 6.642
  • Einrichtungen nach dem Chancengleichheitsgesetz 6.521
  • Impfstraßen 61.962
  • Hochrisikopatient/-innen und enge Angehörige 69.385
  • Bildungseinrichtungen 18.988
  • 2. Teilimpfung 121.007

387 Neuinfektionen in Oberösterreich

Im Bundesländervergleich liegt Oberösterreich mit 387 Neuinfektionen auf dem dritten Platz, hinter Wien mit 487 und Niederösterreich mit 405 Fällen. In Salzburg registrierten die Gesundheitsbehörden 98 Fälle und in der Steiermark 258.

Österreichweit sind 9.898 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben, in Oberösterreich sind es mit Stand, Sonntag, 9.30 Uhr 1.670. Insgesamt zählt man bis zu diesem Zeitpunkt 4.134 aktuelle positive Fälle. 9.749 Menschen sind in Quarantäne, 271 in Spitalsbehandlung, davon 67 in einer Intensivstation.