Stadtplatz von Wels mit Ledererturm
ORF.at/Roland Winkler
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Coronavirus

Wels schließt erste Indoor-Einrichtungen

Weil in Wels die Zahl der mit CoV-Infizierten weiter konstant steigt, hat der Krisenstab der Stadt am Montag entschieden, ab Dienstag mehrere Einrichtungen bis auf weiteres zu schließen. Darunter Jugendtreffs, Museen und das Medienkulturhaus.

Konkret betroffen sind die Welser Stadtmuseen Burg und Minoriten, das Medienkulturhaus und die Stadtbücherei. Auch fünf städtische Jugendtreffs werden bis auf weiteres geschlossen, es gibt aber eine Hotline, unter der sich Jugendliche bei Problemen melden können.

Nur in dringenden Fällen und gegen vorherige Terminvereinbarung zugänglich ist das Stadtarchiv im Herminenhof. Weiter geöffnet bleiben alle Amtsgebäude, öffentlichen Grünanlagen und Parks, der Stadtfriedhof und das Tierheim. Hier ersucht die Stadt aber, alle Covid-Maßnahmen einzuhalten. In Wels sind derzeit 251 Personen Covid- positiv, das sind laut Angaben der Stadt 402 Fälle pro 100.000 Einwohner. 40 Personen sind im Krankenhaus, 16 weitere müssen intensivmedizinisch behandelt werden.

Maßnahmenbündel gegen hohe Inzidenzen wirkt

Das frühzeitige Setzen eines Maßnahmenbündels in Bezirken mit hohen 7-Tages-Inzidenzen zeige Wirkung, heißt es am Montag von den Verantwortlichen. Im Bezirk Perg halte sich der Wert nun schon seit 19. März mit rund 250 stabil. Am 12. März lag dieser bei 410. Auch in Kirchdorf konnte die 7-Tagesinzidenz von 392,5 (Stand 21.3.) auf mittlerweile unter 300 gesenkt werden, hieß es in der Aussendung vom Land.

Aktuell drei Brennpunkt-Bezirke

Im Sinne von „rechtzeitig handeln“ werde seitens des Landeskrisenstabes nun gemeinsam mit den Behörden und Gemeinden in den Bezirken Vöcklabruck, Wels-Stadt und Braunau verstärkt Maßnahmen gesetzt. Hier liegt die 7-Tages-Inzidenz derzeit über 300. Neben einer breiten Informationsoffensive der Bevölkerung, um das Bewusstsein zur Einhaltung aller Schutzmaßnahmen zu stärken, komme es seit dem Wochenende zu verstärkten Testungen, um weitere Ansteckungen soweit wie möglich einzudämmen.

Ziel sei es, den Schwellenwert von einer 7-Tages-Inzidenz von 400 über 7 Tage in einem Bezirk nicht zu erreichen und damit die von der Bundesregierung vorgesehenen Maßnahmen, die unter anderem auch Kontrollen der Ausreise aus einer Region vorsehen, zu vermeiden.

Aktuelle Situation in OÖ: 360 Neuinfektionen

Laut Krisenstab des Landes waren am Montag (Stand 17.00 Uhr) in Oberösterreich 4.647 Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Allein von Sonntag auf Montag sind 360 neue Fälle dazugekommen. 11.868 Menschen waren in Quarantäne. 301 Patienten wurden in Krankenhäusern behandelt, 69 von ihnen auf Intensivstationen. Seit Ausbruch der Pandemie müssen in Oberösterreich 1.587 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 beklagt werden. Mehr dazu in Aktuelle Situation: 360 Neuinfektionen.