Offene Fragen zum Kulturhauptstadtjahr

Offene Fragen zum Kulturhauptstadtjahr

Soll der künstlerische Leiter der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 bleiben oder gehen? Ungeachtet dessen stellt sich für so manchen Beobachter eine zweite Frage: Lässt sich ein Projekt dieser Größenordnung für alle Teilnehmer zufriedenstellend realisieren?

Denn im Gegensatz zu Linz09 beteiligt sich 2024 mit dem Salzkammergut gleich eine ganze Region an der Europäischen Kulturhauptstadt.

23 Gemeinden unter einem „Projekt-Hut“

Das Konzept einer Kulturhauptstadt als Region birgt von Natur aus jede Menge Herausforderungen. Wollen doch im Falle des Salzkammergutes gleich 23 Gemeinden im wahrsten Sinne des Wortes unter einen Projekt-Hut gebracht werden. Was Tradition, Kultur und Natur betrifft zeichnet sich das Salzkammergut vor allem durch seine Vielfalt aus.

„Die Originale – no Copies no limts“

Eine Vielfalt, die sich in dem vor wenigen Wochen präsentierten Slogan „Die Originale – no Copies no limts“ wohl nur zum Teil wiederfindet und im Bewerbungsbuch mit dem Satz „Kultur ist das neue Salz“ wesentlich konkreter und vielschichtiger erscheint. Vielleicht mit ein Grund, warum es derzeit im Team der Kulturhauptstadt 2024 rumort. Der neue Werbeauftritt hat jedenfalls auch internationale Beobachter verwundert zurückgelassen. Dass eine künstlerische Leitungsfunktion während der Planungsphase eines Kulturhauptstadtprojekts zur Disposition gestellt wird, ist laut Brancheninsidern übrigens keine Seltenheit.

Blick von außen auf das Salzkammergut

Egal wie die Entscheidung am kommenden Freitag im Aufsichtsrat auch ausfallen mag, für eine solide Programmplanung sei vor allem eines wichtig: sich Zeit nehmen, um die so wichtigen inhaltlichen Pflöcke auf dem Weg ins Jahr 2024 einzuschlagen. Eine Arbeit, die sich auch international bezahlt machen könnte. Blicken doch andere europäische Regionen, denen allmählich potenzielle Kulturhauptstädte ausgehen, gespannt auf das Salzkammergut.