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Chronik

Weniger Straftaten im CoV-Jahr

Die Coronavirus-Pandemie findet auch ihren Niederschlag in der Kriminalitätsstatistik. Laut den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen wurden im Vorjahr in Oberösterreich gut 59.800 Straftaten angezeigt, das sind um 7,6 Prozent weniger als 2019.

Die Aufklärungsquote konnte um 1,6 Prozentpunkte auf fast 62 Prozent verbessert werden und ist damit eine der höchsten Österreichs, so Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und LKA-Leiter Gottfried Mitterlehner am Donnerstag in der Pressekonferenz.

Internetkriminalität stark gestiegen

Klassische Bereich wie Diebstähle oder Einbrüche sind stark zurückgegangen, zeigt die Statistik dafür hat sich das Verbrechen weiter ins Internet verlagert. Die Cyberkriminalität ist erneut um gut 20 Prozent gestiegen, auf knapp 5.000 Fälle. Anlagebetrug, Datenverarbeitungsmissbrauch sowie Erpressung seien die drei häufigsten Straftaten im Internet. Zugenommen hat im ersten Jahr der Coronavirus-Pandemie auch die häusliche Gewalt, so Mitterlehner.

Tausende Einsätze für Gesundheitsbehörden

Im Coronavirus-Jahr sei die Polizei aber vor allem für die Gesundheitsbehörden im Einsatz gewesen, erklärte Pilsl. So wurden 40.000 Quarantäne-Anordnungen überprüft, und die Polizei führte im Zuge der Grenzschließungen 500.000 Kontrollen „großteils alleine“ durch, meinte der Landespolizeidirektor. Covid-19 habe aber auch vor der Exekutive nicht Halt gemacht: Zehn Prozent des Personals sein bisher betroffen gewesen.

Stelzer: „ein starkes Zeichen“

Weniger Delikte, höhere Aufklärungsquote, das ist „Ein starkes Zeichen für Sicherheit in unserem Land und die gute Arbeit der oö. Polizei“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Medienaussendung. Viel Fingerspitzengefühl sei bei den Einsätzen für die Gesundheitsbehörden gegen CoV-Maßnahmensünder gefragt gewesen. Und Stelzer stellte in Bezug auf Gewalt gegen Polizei und Einsatzkräfte klar: „das ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat und unsere Demokratie“. Da gelte es die zu schützen, die uns schützen.