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Coronavirus

Babyparty in Wels könnte Nachspiel haben

Nachdem bekannt wurde, dass in Steinhaus bei Wels eine unerlaubte Babyparty stattgefunden hat, ist das Kontaktpersonenmanagement gestartet worden, heißt es am Samstag vom Landeskrisenstab. Wie berichtet war auch Landeshauptmannstellvertreter und FPÖ-Landeschef Manfred Haimbuchner unter den Gästen. Eine Strafe ist nicht auszuschließen.

Das am Land traditionelle „Storch aufstellen“, bei dem Eltern eines Babys zum Nachwuchs gratuliert wird, könnte in Steinhaus bei Wels noch ein Nachspiel haben. Wie berichtet sollen trotz der geltenden CoV-Regeln bis zu 30 Menschen dabei gewesen sein, auch Landeshauptmannstellvertreter und FPÖ-Landeschef Manfred Haimbuchner soll unter den Gratulanten gewesen sein.

Etwa 20 Minuten soll Haimbuchner anwesend gewesen sein und ein Geschenk an den Vater des Kindes übergeben haben. „Das Kontaktpersonen-Management wurde gestartet, wie bei allen anderen. Wir haben derzeit dort noch keine Fallhäufung entdecken können in dieser Gemeinde“, so Carmen Breitwieser vom Landeskrisenstab.

Garagenpartys derzeit verboten

Klar ist, dass Garagenpartys derzeit verboten sind und sich maximal zwei Haushalte mit insgesamt vier Erwachsenen treffen dürfen. Jetzt ist die zuständige Behörde, die Bezirkshauptmannschaft Wels-Land am Zug, so Breitwieser. „Wenn sich herausstellen würde, dass hier Regelungen umgangen worden sind, dann müsste ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet werden, und dieses wird dann die tatsächlichen Fakten zutage bringen“, so Breitwieser.

Strafe nicht ausgeschlossen

Sollte sich alles wie berichtet bestätigen, dann kann nicht nur für den Kindsvater, sondern auch für die Gäste eine Strafe nicht ausgeschlossen werden. „Das hängt natürlich davon ab, war es eine Einladung oder war es eine Zusammenkunft, das muss man sich dann wirklich ganz konkret anschauen. Grundsätzlich ist es so, dass die Maßnahmen für jeden Bürger gelten, und man sich daran zu halten hat. Das betrifft auch das Zusammentreffen, wo man selbst dafür verantwortlich ist, dass man nur die erlaubte Anzahl an Menschen trifft“, so Breitwieser. Ein Interview mit der Bezirkshauptfrau von Wels-Land ist bislang nicht zustande gekommen.