Coronavirus

Mädchen mit „falscher“ Maske aus Bus geworfen

Im Mühlviertel ist eine 14-jährige Schülerin aus dem Schulbus geflogen, weil der Buschauffeur glaubte, sie trage nur eine Stoffmaske und keine FFP2-Maske. Doch die Maske des Mädchens war sogar höherwertig als FFP2.

Diese Maske stammt von einem Salzburger Unternehmen, das Spezialmasken herstellt, die eine noch höhere Filterleistung als FFP2-Masken haben. Das Mädchen trug diese Maske, weil es nach einem Zwischenfall in einem steckengebliebenen Lift rasch Panik bekommt, wenn es nicht frei atmen kann. Mit der Maske des Salzburger Unternehmens sei das aber möglich, so die Mutter des Kindes.

Buschauffeur war Zertifikat egal

Dem Buschauffeur waren die Erklärungen des Mädchens und ein Aufdruck auf der Maske aber egal, ein Zertifikat des Herstellers sah er sich gar nicht mehr an und verweigerte der 14-Jährigen die Mitfahrt. Beim Maskenhersteller spricht man von keinem Einzelfall. Man könne mehr als ein Dutzend Erlebnisse erzählen, bei denen Menschen mit diesen Masken aus Baumärkten oder Supermärkten geschmissen worden seien, heißt es.

„Es braucht bessere Information der offiziellen Stellen“

Obwohl man bereits Zertifikate an Kunden verschickt und für jede Maske einen eigenen Button angefertigt habe, der die Höherwertigkeit zur FFP2-Maske zum Ausdruck bringen soll, gebe es immer wieder Probleme. Es brauche hier bessere Information der offiziellen Stellen, so das Unternehmen. Dass neben FFP2- auch höherwertige Masken zulässig sind, wisse einfach niemand und scheine auch nicht in den Regierungsinseraten auf.