Covid-19-Forschung
APA/dpa/Oliver Berg
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Coronavirus

928 Neuinfektionen in Oberösterreich

Die Zahl der Neuinfektionen ist mit 928 in Oberösterreich am Sonntag gegenüber mehr als 1.500 am Samstag merklich gesunken. Auch die Gesamtzahl der aktuellen Fälle ging zwar in den letzten Tagen zurück, ist aber immer noch auf sehr hohem Niveau.

In Oberösterreich gelten derzeit insgesamt 12.054 Personen als mit dem Coronavirus infiziert (Stand Sonntag, 17.00 Uhr). Diese Zahl ist deutlich gegenüber den Vortagen gesunken. Auch die Zahl der Neuinfektionen ist mit 928 in Oberösterreich am Sonntag gegenüber mehr als 1.500 am Samstag merklich zurückgegangen – allerdings wurden nur 2.076 Tests durchgeführt. 39.990 Menschen befinden sich laut Krisenstab des Landes immer noch in Quarantäne. Besonders bedenklich ist die Zahl der Patienten, die wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt werden müssen, die auf 1.021 anstieg – 132 von ihnen auf Intensivstationen. Die Lage in den Spitälern wird als „angespannt“ bezeichnet. Bisher gab es oberösterreichweit 436 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Infizierte in Bezirken (Land OÖ, 26. November, 17.00 Uhr)

Linz-Stadt 1.335
Steyr-Stadt 224
Wels-Stadt 472
Braunau am Inn 848
Eferding 438
Freistadt 500
Gmunden 291
Grieskirchen 819
Kirchdorf 469
Linz-Land 1.150
Perg 598
Ried 594
Rohrbach 579
Schärding 491
Steyr-Land 414
Urfahr-Umgebung 693
Vöcklabruck 877
Wels-Land 540

Mit Stand 21. November wurden laut Krisenstab des Landes in 119 oberösterreichischen Alten- und Pflegeheimen 569 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 648 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf Covid-19 getestet. 350 oberösterreichische Schulstandorte waren am 21. November von Covid-19 betroffen, 460 Schülerinnen und Schüler sowie 279 Lehrerinnen und Lehrer wurden positiv auf Covid-19 getestet. 14 Menschen sind am 20. und am 21. November im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Das jüngste Todesopfer war 67, das älteste 90 Jahre alt.

Feuerwerksverbot zu Silvester angedacht

Das Ausnahmejahr 2020 könnte in Oberösterreich auch ungewöhnlich zu Ende gehen. Laut Krisenstab des Landes wird über ein mögliches Feuerwerksverbot zu Silvester nachgedacht. Mit so einem Verbot will man Verletzte bei privaten Silvesterfeiern vermeiden, um die angespannte Situation in den Spitälern nicht noch mehr zu strapazieren. Für ein Verbot könnte auch sprechen, dass nach Feuerwerken die Feinstaubbelastung in der Luft deutlich zunimmt und es Hinweise gibt, dass diese Belastung auch Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate bei Covid-19 haben könnte. In den Niederlanden oder einigen Provinzen Belgiens hat man sich bereits zu diesem Schritt entschieden.

120 Anzeigen wegen Verstöße gegen Lockdown

Laut Innenministerium wurden in Oberösterreich seit Beginn des verschärften Lockdowns 120 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ausgestellt. In ganz Österreich waren es insgesamt 796.