MAN Steyr
FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR
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wirtschaft

Hoffen und Bangen bei MAN

Obwohl der Vorstand an den Schließungsplänen festhält, sieht der Betriebsratschef Chancen, das Aus für die 2.300 Jobs doch noch zu verhindern. Am Mittwoch gab es in Steyr eine Betriebsversammlung, in der sich die Belegschaft kämpferisch zeigte und auch einen Streik nicht ausschließt.

Am frühen Nachmittag gab es am Mittwoch eine Betriebsversammlung in einer Werkshalle. Dabei informierte der Betriebsratschef über die Schließungspläne für den Standort Steyr, die letzten Freitag bekannt wurden. „Wir waren schockiert, wie wir das in den Medien gehört haben. Die Führungsebene soll sich Gedanken machen, die ganz Oben. Wir haben eine starke Mannschaft da, wir haben ein gutes Know-how wir haben viel Wissen da, wir haben einen starken Betriebsrat, vielleicht können wir das Ruder noch herumreißen“, so betroffene Mitarbeiter von MAN in Steyr.

Schwarz: Es wird eine harte Auseinandersetzung

Betriebsratschef Erich Schwarz bleibt positiv. Er glaubt, die Konzernleitung noch umstimmen zu können. „Das war nur eine Information vom Vorstand, es war keine Verhandlung. Und der Vorstand hat auch uns mitgeteilt, dass er verhandeln will über diese Maßnahmen, weil er genau weiß, dass das nicht eins zu eins umsetzbar ist. Also wir verhandeln da, und es wird eine harte Auseinandersetzung werden“, so Schwarz. Der MAN-Konzern plant, große Teile des Werks von Steyr nach Polen und in die Türkei zu verlegen. Mehr dazu in MAN: Verlegung nach Polen und in die Türkei (ooe.ORF.at).