Chronik

Notorischer Betrüger vor Gericht

Weil er es im Gefängnis nicht mehr ausgehalten hatte, ist ein 30-jähriger Häftling aus der Justizanstalten Asten geflüchtet und hat sich in einem 4-Sterne-Hotel einquartiert. Die Rechnung blieb offen. Am Mittwoch stand er deshalb vor Gericht.

Der Salzburger verbrachte in der Justizanstalt Asten wegen mehrerer Betrugsdelikte eine Haftstrafe bis 2022 – insgesamt sechs einschlägige Vorstrafen soll der zweifache Vater bereits kassiert haben. In der Haftanstalt sei er für Reinigungsarbeiten und die Müllentsorgung zuständig gewesen, so der 30-Jährige zur Richterin. Aber er habe es in der Justizanstalt nicht mehr ausgehalten.

Mit Club am Wörthersee geprahlt

Er flüchtete Ende Mai und quartierte sich unter falschem Namen in einem 4-Sterne-Hotel in Leogang im Salzburger Pinzgau ein. Dort ließ er es sich acht Tage gut gehen, und traf sich auch mit einer jungen Frau, die er im Internet kennengelernt hatte. Ihr soll er erzählt haben, dass er aus reichem Elternhaus stamme und einen Club am Wörthersee in Kärnten besitze.

Weil er dem Hotel nicht einmal die Anzahlung bezahlt hatte, schöpfte die Direktion bald Verdacht und informierte die Polizei. Die Beamten nahmen den 30-Jährigen fest.

„Tut mir alles sehr leid“

Ihm tue alles sehr leid, soll der Mann sich vor Gericht reumütig gezeigt haben. Die Richterin am Salzburger Landesgericht blieb unbeeindruckt und verurteilte den Mann zu drei Jahren unbedingter Haft – zusätzlich zu seiner bisherigen Strafe, er muss jetzt also bis 2025 einsitzen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.