ASFINAG Regionalleiter Martin Pöchheim, Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ), Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) auf der soeben eröffneten Bypassbrücke
Land OÖ / Max Mayrhofer
Land OÖ / Max Mayrhofer
Verkehr

A7-Bypassbrücke seit Montagfrüh befahrbar

Die Bauarbeiten an der Voestbrücke sind einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Seit Montagfrüh ist eine der beiden Bypassbrücken geöffnet, und zwar für jene Autofahrer, die aus dem Mühlviertel kommen und in Linz abfahren wollen.

Die westseitige Bypassbrücke neben der alten Voestbrücke ist die erste neue Donauquerung in der Landeshauptstadt seit 41 Jahren. Mehr als 100.000 Fahrzeuge befahren täglich die A7 (Mühlkreisautobahn) auf der Voestbrücke, die in die Jahre gekommen ist und daher saniert werden muss. Um einen völligen Zusammenbruch des Verkehrs in Linz zu vermeiden, wurden neben der alten Brücke zwei neue, die sogenannten Bypassbrücken, errichtet. Die erste dieser neuen Brücken wurde am Sonntag feierlich von Politikern und Vertretern der ASFINAG eröffnet. Um 5.00 Uhr wurde die neue Strecke am Montag für den Verkehr freigegeben.

Die neue Bypassbrücke der A7 über dei Donau in Linz
ASFINAG
Die neue Brücke bietet auch einen neuen Rad- und einen neuen Gehweg

Wer nun auf der Mühlkreisautobahn von Norden kommend die Donau überquert und in der Hafenstraße abfahren will, benutzt bereits die neue, flussaufwärts gelegene Bypassbrücke. Dazu wird der Verkehr schon auf der Urfahraner Seite nach rechts abgeleitet und gelangt über eine hohe Rampe auf die neue Brücke. Laut ASFINAG gelingt es damit, den Durchzugsverkehr von jenen Verkehrsteilnehmern zu trennen, die in die Landeshauptstadt möchten.

Streckengrafik der A7 bei Linzer Voestbrücke
ASFINAG
Durch die neue Brücke wird auch der Verkehrsfluss verändert

Neuigkeiten gibt es auch für Fußgänger und Radfahrer: Sie können ebenfalls die Bypassbrücke benutzen, da auch ein drei Meter breiter Geh- und Radweg angelegt wurde. Der provisorische Geh- und Radweg an der Ostseite der Brücke verliert durch die neue Lösung seine Funktion.

ASFINAG Regionalleiter Martin Pöchheim, Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ), Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) durchschneiden rotes Band auf Bypassbrücke
Land OÖ / Max Mayrhofer
ASFINAG Regionalleiter Martin Pöchheim, Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ), Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) eröffnen die neue Bypassbrücke über die Donau

Bei der feierlichen Eröffnung der Brücke am Sonntagvormittag zeigten sich Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ), der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) erfreut und erleichtert angesichts der neuen Verkehrslösung.

Für den Landeshauptmann fördern schnelle Verkehrsverbindungen das Wirtschaftswachstum, schaffen Arbeitsplätze und steigern die Lebensqualität. Der Infrastrukturlandesrat gratulierte der ASFINAG, die auf der Brückenbaustelle immerhin mehr Stahl (7.800 Tonnen) verbaut hat, als für die Errichtung des Eifelturms (7.300 Tonnen) benötigt wurde. Die Linzer Stadtpolitiker hoffen auf eine Stabilisierung des Wirtschaftsstandortes und erwarten ein Aufatmen der staugeplagten Linzer und der Pendler.

Zweite Brücke ab September befahrbar

Im September soll auch die zweite Bypassbrücke für den Verkehr freigegeben werden. Etwas später als geplant, so die Asfinag, denn wegen der Coronavirus-Krise sei es zu Verzögerungen gekommen. Im Anschluss ist die Sanierung der bestehenden, mehr als 40 Jahre alten Voestbrücke geplant. Insgesamt kostet das Bauprojekt 200 Millionen Euro und soll spätestens 2023 abgeschlossen sein.